Germering | Streit eskaliert – 17-Jähriger mit Messer nicht unerheblich verletzt

Im Zuge einer körperlichen Auseinandersetzung in Germering verletzte ein 18-Jähriger seinen 17-jährigen Kontrahenten nicht unerheblich mit einem Messer am Hals. Gegen den inzwischen festgenommenen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

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Symbolbild

Am Sonntag, 17.02.2019, gegen 02:15 Uhr kam es nahe des Rathauses in Germering zu der massiven Auseinandersetzung der beiden. Wie die seither geführten Ermittlungen der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bisher ergeben haben, waren die beiden jungen Männer schon vor diesem Zusammentreffen auf einer Party in einen Streit geraten, der dort schon körperlich ausgetragen wurde. Gegen 02:15 Uhr trafen der 17- und der 18-Jährige erneut im Bereich der Goethestraße/Domonter Straße und Ludwig-Thoma-Straße aufeinander. Auch hier kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Dabei fügte der 18-Jährige seinem Gegenüber mit einem Klappmesser, das wohl auch als Schlagring verwendet werden kann, Schnittverletzungen am Hals zu.

Der Sachverhalt wurde polizeilich bekannt, als der 17-Jährige wegen seiner Verletzungen ein Krankenhaus aufsuchte, um sich dort behandeln zu lassen. Erste polizeiliche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen im Tatortbereich führten am Sonntag noch nicht zur Festnahme des flüchtigen Tatverdächtigen. Im Zuge der nach der Tat angelaufenen Ermittlungen gelang es die Identität des Tatverdächtigen zu klären. Sein Aufenthaltsort blieb jedoch zunächst unbekannt. Am Donnerstag, 21.02.2019, klickten für den 18-Jährigen jedoch die Handschellen. Kriminalbeamte nahmen ihn in der Wohnung eines Bekannten in Germering fest. Die sachleitende Staatsanwaltschaft München II hat gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erwirkt.

Für die ermittelnden Kriminalbeamten sind noch einige Fragen offen. Insbesondere sind Zeugen der Tat aufgerufen, sich bei der Polizei zu melden. Weiterhin hat offensichtlich eine Frau aus einer Gruppe von Passanten, unmittelbar nach der Tat mit einem oder beiden Beteiligten gesprochen. Alle Angehörigen dieser Gruppe sind wichtige Zeugen und können der Kriminalpolizei sehr in ihren Ermittlungen helfen. Auch der Verbleib der Tatwaffe, ein rot lackiertes Klappmesser, das auch zum Schlagring umfunktioniert werden kann, ist von wesentlicher Bedeutung. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter der Telefonnummer 08141-6120 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.