Gesundheitsminister begrüßt STIKO-Entscheidung zu Kinder-Impfungen gegen Corona

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Entscheidung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Corona-Impfungen für Kinder begrüßt.Holetschek

Holetschek sagte am Donnerstag in München: „Es ist wichtig, dass die STIKO jetzt eine Empfehlung für die Corona-Impfung für Kinder von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen aussprechen will. Auch Kinder mit Kontakt zu Risiko-Patientinnen und -patienten werden in der Empfehlung besonders erwähnt – was mir sehr am Herzen liegt, denn dazu gehören oft die Großeltern. So werden auch Oma und Opa geschützt.“

Der Minister fügte hinzu: „Wichtig ist zudem, dass auch gesunde Kinder nach Wunsch und ärztlicher Aufklärung geimpft werden können. Diese sehr differenzierte Entscheidung der STIKO ist für viele Eltern und Ärzte ein wichtiges Signal und ich bin dankbar, dass die STIKO dem Wunsch so vieler besorgter Familien entspricht. Die Kinder-Impfung kann die Sorge vieler Eltern vor einer Infektion der 5- bis 11-Jährigen endlich lindern.“

Der Gesundheitsminister ergänzte: „Ich freue mich, dass die STIKO-Empfehlung noch vor Auslieferung des Impfstoffs ab dem 13. Dezember erfolgen wird. Ich bin zuversichtlich, dass etliche Eltern ihre Kinder mit der Schutzimpfung vor einer COVID-19-Erkrankung schützen möchten und schon vor Weihnachten mit der Impfserie beginnen können. Für viele Eltern ist das sicher ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.“

Der Kinderarzt Dr. Michael Hubmann, 2.stv. Landesvorsitzender Landesverband Bayern des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e. V. sagte: „Vor dem Hintergrund der aktuell hohen Inzidenzzahlen haben wir in den Praxen viele Eltern, die auf die Impfung der Fünf- bis Elfjährigen gewartet haben. Die STIKO Empfehlung gibt uns zum einen die Möglichkeit, Kinder- und Jugendliche mit Grunderkrankungen zu impfen, als auch Kinder ohne Vorerkrankungen bei einem individuellen Wunsch der Eltern nach entsprechender ärztlicher Aufklärung zu einer möglichen Impfung zu beraten.“

Stiko empfiehlt Impfung von Fünf- bis Elfjährigen mit Vorerkrankung

Holetschek sagte: „Wären meine Kinder in diesem Alter, ich würde sie sofort und ohne zu zögern impfen lassen. Klar muss sein, dass die Kinder zwar selten schwere Verläufe erleiden, aber auch sie können von Post-COVID betroffen sein und die Infektionen weitertragen. Aber nur, weil Kinder sich nun impfen lassen können, darf das für Ungeimpfte keine Ausrede sein, für sich selbst auf die Schutzimpfung zu verzichten! Die STIKO weist außerdem erneut und nachdrücklich darauf hin, dass Eltern, Lehrkräfte, Erzieher sowie andere Betreuungspersonen von Kindern und Jugendlichen dringend das Impfangebot inklusive Auffrischungsimpfung für sich wahrnehmen sollen.“

Der Minister ergänzte: „Sollte der Bund seine Lieferzusagen einhalten, könnten die Impfzentren und die Arztpraxen schon ab dem 15. Dezember mit den Kinder-Impfungen loslegen. Wir haben die Impfzentren bereits gebeten, spezielle Familienimpftermine anzubieten. Auch die Ärztinnen und Ärzte haben signalisiert, dass sie impfen wollen, und ich danke ihnen besonders, dass sie und ihre Praxisangestellten maßgeblich dazu beitragen, nun auch die 5- bis 11-Jährigen zu schützen. Klar ist: Wer geimpft ist, muss in den meisten Fällen nicht mehr in Quarantäne, das gilt unabhängig von der Altersgruppe.“