Gesundheitsminister Holetschek besucht Corona-Impfung bei Betriebsärzten in Schwaben

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat zum Corona-Impfstart bei der Magnet-Schultz GmbH in Schwaben für eine flächendeckende Einbindung der Betriebsärzte geworben. Holetschek sagte am Samstag in Memmingerberg: „Die Impfungen in den ersten zehn ausgewählten Modellbetrieben sind angelaufen. Es freut mich, dass nun auch hier der Impfstoff fließt.“

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Symbolbild: Wolfgang Czech

Das Impfzentrum Memmingen hat dem Unternehmen dafür rund 4.000 Impfdosen des Herstellers Biontech zur Verfügung gestellt. Die Firma will nach eigener Darstellung schon am Wochenende etwa die Hälfte der rund 2.000 Mitarbeiter am Firmensitz impfen.

Der Minister betonte: „Die Betriebsärzte sind die dritte wichtige Säule unserer Impfstrategie – neben den Impfzentren und den niedergelassenen Ärzten. Inzwischen haben wir in Bayern mehr als 5,3 Millionen Impfungen verabreicht. Davon sind rund 1,1 Millionen Zweitimpfungen, also Menschen, die den vollen Schutz gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung haben. Das Impftempo in Bayern hat sich in den vergangenen Wochen schon massiv erhöht. Mit der Einbindung der Betriebsärzte schalten wir in den nächsten Gang.“

Der Bund plant eine flächendeckende Einbindung der Betriebsärzte im Juni. Holetschek ergänzte: „Wir warten in Bayern nicht auf den Bund. Wir wollten so früh wie möglich das System erweitern und haben dafür zunächst 50.000 Impfdosen reserviert. Ein Ziel unserer Modellprojekte ist es, den Ablauf der Impfungen in den Betrieben für den späteren flächendeckenden Einsatz zu erproben und zu verbessern.“

Bei der Auswahl der Firmen lag der Fokus zunächst auf Betrieben in Hochinzidenzgebieten und Grenzregionen. Ausgewählt wurden gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw): Arvena Hotel in Nürnberg, BayWa Münchberg, Brückner Maschinenbau in Siegsdorf, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg, Jopp Automotive in Bad Neustadt, Magnet-Schultz in Memmingen, Mann + Hummel in Marklkofen, Novartis Pharma in Nürnberg, Siemens-Werk in Cham, Wacker Chemie in Burghausen.

Die zweite Stufe soll im Laufe des Mai folgen. Dafür sind voraussichtlich 18 Betriebe vorgesehen.