München (ots) Am Sonntag, den 9. November, war die Bundespolizei in München mit mehreren schwerwiegenden Vorfällen beschäftigt, die von Fußballfans verursachte Sachbeschädigungen, Bedrohungen von Reisenden und eine gefährliche Körperverletzung am Hauptbahnhof betrafen.
Fußballfans verursachen Sachbeschädigung in Regionalbahn
Gegen 22:20 Uhr erreichte der Regionalexpress RE25 aus Regensburg den Hauptbahnhof München. Im Zug befanden sich rund 450 Fans des TSV 1860 aus München, die von einem Drittligaspiel zurückkehrten. Nach der Ankunft entdeckte die Bundespolizei zahlreiche Sachbeschädigungen: Drei Zugabteile waren mit blauer Farbe und dem Schriftzug “TSV 1860” besprüht, Türen waren beschädigt, und Fanaufkleber zierten die Abteile. Der Zug war zudem stark verschmutzt. Ermittlungen der Bundespolizei zu den Sachschäden laufen, einschließlich der Sichtung von Videoaufzeichnungen.
Bedrohung von Reisenden am Hauptbahnhof
Ein 57-jähriger Mann aus Togo, der im Bereich des Elisenhofes ohne Reiseabsicht von DB-Sicherheitspersonal kontrolliert wurde, sorgte für einen weiteren Einsatz. Trotz Bahnhofsverweis drohte er den Mitarbeitern mit Fäusten und verängstigte ein vierjähriges Kind, indem er vorgab, eine Waffe zu haben. Der stark alkoholisierte Mann wurde von der Bundespolizei festgenommen und soll dem Haftrichter vorgeführt werden. Er ist bereits mit Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeibekannt.
Gefährliche Körperverletzung im Hauptbahnhof München
Im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs gerieten am Sonntagvormittag zwei Frauen in eine Auseinandersetzung mit dem Personal der DB-Sicherheit. Die 21-jährige und die 24-jährige, beide wohnsitzlos, führten zu körperlichen Angriffen, nachdem sie lautstark verbal aneinandergeraten waren. Eine der Frauen schlug mit Fäusten, während die andere eine Krücke als Waffe einsetzte. Die Sicherheitsmitarbeiter erlitten leichte Verletzungen. Beide Frauen sind der Polizei bereits bekannt durch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.


