Dinkelscherben | Gibt es eine Unterstützung durch Landesmittel für die „Bürgerstiftung Seniorenstift“?

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Dr. Fabian Mehring, begrüßt die Idee dem Dinkelscherbener Seniorenstift durch die Gründung einer Bürgerstiftung eine Zukunft zu schenken.

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Foto: Eva Huber

„Wir sollten nichts unversucht lassen, um eine Schließung dieser so wertvollen Einrichtung zu verhindern. Einfach das Licht auszumachen und dutzende Menschen an ihrem Lebensabend wahllos über Heime in ganz Schwaben zu verteilen, wäre eine politische und menschliche Katastrophe“, findet der Landtagsabgeordnete und dankt ausdrücklich der Bürgerinitiative gegen die umstrittene Schließung des Altenheims. „Ohne diesen lautstarken Einsatz der Dinkelscherbener Bürgerschaft hätte man die Einrichtung der Hospitalstiftung wohl geräuschlos abgewickelt. Der Aufstand der Menschen vor Ort wird am Ende den Unterschied gemacht haben“, vermutet Dr. Mehring und zeigt sich zuversichtlich hinsichtlich der Fortsetzung des Betriebs.

Dabei wird Dr. Mehring auch seinem Versprechen gerecht, seinen politischen Einfluss in den Dienst einer Zukunft für das Dinkelscherbener Seniorenheim zu stellen. Nach mehreren Erörterunsterminen mit Prof. Dr. Bauer, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Pflege, stellt Dr. Mehring nunmehr finanzielle Unterstützung für den Fortbestand der Einrichtung in Aussicht. „Sollte tatsächlich eine Bürgerstiftung den Betrieb des Hauses übernehmen, halte ich es für dringend angezeigt, dass der Freistaat dieses bemerkenswerte Engagement finanziell begleitet“, so die Nummer Zwei der Landtagsfraktion. Hierfür hat Dr. Mehring sich bereits beim Landespflegebeauftragten stark gemacht und positive Signale erhalten. Noch im Februar will Prof. Bauer ferner auf Mehrings Einladung nach Dinkelscherben kommen, um sich persönlich ein Bild vom Seniorenstift und dem bürgerschaftlichen Einsatz dafür zu machen.

Mit einem „mittleren sechsstelligen Betrag“ könne man Mehring zufolge in Dinkelscherben ziemlich sicher rechnen. „Einen entsprechenden Haushaltstitel dieser Größe könnte meine Regierungsfraktion aus eigener Kraft schaffen, sodass ich mir dies in Aussicht stellen traue. Darüber hinaus sollte aber auch das Staatsministerium für Gesundheit– und Pflege aus seinem Etat mithelfen. Dazu gilt es noch Gespräche zu führen“, zieht Dr. Mehring eine optimistische Bilanz seiner bisherigen Bemühungen. Neben den finanziellen Herausforderungen, so der FW-Politiker weiter, gelte es zudem offene baugenehmigungsrechtliche Fragen zu klären und diesbezügliche Auflagen „auf ein erträgliches Maß zu reduzieren“. Grundvoraussetzung sei nun aber zunächst die avisierte Gründung einer Bürgerstiftung, um alle Herausforderungen bei einem verlässlichen Adressaten bündeln zu können, „der wieder an die Zukunft des Hauses glaubt und dafür zu kämpfen bereit ist“, so Dr. Mehring abschließend.