Göring-Eckardt: Kinder und Familien beim Impfen "außen vor"

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Impfstrategie der Bundesregierung mit Blick auf Kinder und Jugendliche kritisiert. Hier gebe es „ein großes Versäumnis“ seitens der Politik, sagte sie dem Fernsehsender Phoenix. Die Bundesregierung und alle Verantwortlichen hätten nicht dafür gesorgt, „dass wenigstens ein für Kinder geeigneter Impfstoff da ist“.

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Man frage sich, warum nicht von Anfang an daran geforscht worden sei. Sie forderte daher, „dass das Forschungsministerium, dass die Bundesregierung, Druck macht, damit der Impfstoff für Kinder bald kommt“. Ansonsten seien die Familien „nochmal außen vor, die in dieser Pandemie mit Homeschooling und all dem, was da dran hängt, wirklich schon genug zuzusetzen hatten“.

Ein Impfstoff für Kinder sei eine „zentrale Frage“, damit „die Familien nicht wieder die gelackmeierten sind“, so die Grünen-Fraktionschefin. Göring-Eckardt plädierte außerdem dafür, die Impfkampagne auf alle Milieus und Bereiche auszuweiten. „Wir müssen dafür sorgen, dass in allen Sprachen, in allen Stadtteilen für das Impfen geworben wird.“ Dies sei wichtig, damit die Kinder durch die sogenannte Herdenimmunität mit geschützt sind.

Solange kein Impfstoff für Kinder vorhanden sei, müsse dafür gesorgt werden, dass täglich getestet wird – „sowohl an den Schulen als auch dort, wo man gegebenenfalls seine Zeit oder Freizeit mit Kindern und Familie verbringen will“, so Göring-Eckardt.