Google, Amazon, Facebook – Wer hat ein Recht auf meine Daten?

Sind unsere global handelnden Unternehmen zu mächtig? Ob beim Surfen im Internet, der Nutzung einer Kundenkarte oder der Eröffnung eines Bankkontos. Persönliche Daten werden immer und überall von jedem von uns erhoben, gespeichert und verarbeitet. Insbesondere Social-Media-Unternehmen und solche, die ihre Waren und Dienstleistungen über das Internet anbieten, haben ein großes Interesse daran persönliche Daten auszuwerten. Wie als User vor dem Hintergrund der Sicherheit, die der Datenschutz hier bietet oder auch nicht, damit umgehen?

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Symbolbild

Um diese Frage dreht sich am 13. Dezember 2018 eine öffentliche Podiumsveranstaltung im Oberen Fletz des Rathauses Augsburg (Beginn 19.00 Uhr, Eintritt frei), zu deren Veranstaltern und Einladenden u. a. das Jean-Monnet Exzellenzzentrum INspiRE der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Prof. Dr. Thomas M. J. Möllers) zählt.

Je besser ein Unternehmen seinen Kunden kennt, desto erfolgreicher kann es ihm Produkte präsentieren. Um die Bürger nicht ungewollt zum gläsernen Kunden zu machen, regelt das Datenschutzrecht welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um Eingriffe in ihre Privatsphäre zu rechtfertigen. Zu erwähnen ist insbesondere die seit Mai 2018 geltende Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO).

Rechtfertigt die Gier der Datenkraken den Aufwand der DSGVO?

Bei der Podiumsdiskussion wird nach einem Impulsvortrag erörtert, welches rechtliche Schutzniveau aktuell besteht. Sind unsere persönlichen Daten ausreichend geschützt oder brauchen wir einen noch stärkeren Datenschutz? Muss den sprichwörtlichen Datenkraken Einhalt geboten werden? Ist der hohe Verwaltungsaufwand für Unternehmen aufgrund der DSGVO durch einen effektiven Schutz der Daten gerechtfertigt?

Können wir darauf vertrauen, dass …?

Schließlich stellt sich die Frage, ob Mängel bei der Durchsetzung des Datenschutzrechts bestehen. Können wir darauf vertrauen, dass internationale Unternehmen die Gesetze einhalten und können Bürger und Behörden ihre Rechte erfolgreich durchsetzen oder ist das Datenschutzrecht ein zahnloser Tiger?

Datenschutzaktivisten und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

Über die Stärken und Schwächen des Datenschutzrechts diskutieren Datenschutzaktivisten mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft – namentlich

• Prof. Dr. Michael Schmidl, Rechtsanwalt München, Honorarprofessor der Juristischen Fakultät Augsburg

• Hansjörg Durz, MdB, Stv. Vorsitzender im Ausschuss Digitale Agenda

• Werner Hülsmann, Stv. Vorsitzender Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) e.V.

• RA Michael Neuber, Leiter Politik & Regulierung/Justiziar Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

• Werner Stengg, Europäische Kommission, Head of Unit “E-Commerce & Online Platforms” – DG CONNECT, und

• Michael Will, Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium des Innern & Integration, Datenschutzbeauftragter

 

Moderiert wird die Veranstaltung von Thorsten Frank (Europa-Union Augsburg e.V.), ein resümierendes Schlusswort steuert Prof. Dr. Thomas M. J. Möllers (Monnet Exzellenzzentrum INspiRE der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg) bei.