Grandios! Ratiopharm Ulm schlägt den amtierenden EuroCup-Sieger Gran Canaria

Ratiopharm Ulm beendet die beeindruckende Siegesserie von 18 Siegen und schlägt den amtierenden EuroCup-Sieger Dreamland Gran Canaria mit 103:99 nach Overtime.

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Foto: Florian Achberger / PM BU

Das Spitzenspiel zwischen dem deutschen Meister gegen den EuroCup-Champion hielt  genau das, was es im Vorfeld versprochen hat. Schnelle Aktionen, gute Ballbewegung und starkes Durchsetzungsvermögen, wie es Energizer Karim Jallow (3/3 FG) wieder aufs Neue zelebrierte, hatten ein enges Kopf-an-Kopf Rennen zur Folge (13:12, 5.). Als es beim Stand von 20:24 ins zweite Viertel ging, ließen die Ulmer gegen die bislang noch ungeschlagenen Spanier keinen Zweifel an deren Verteidigungsqualitäten. Früh presste die Mannschaft von Anton Gavel, agierte griffig unter dem eigenen Korb und erzwang schwere Würfe des Gegners. Resultat: ein erster 9:0-Lauf (34:28, 14.). Davon unbeeindruckt antwortete Gran Canaria mit attraktiven Teambasketball, profitierte dabei auch von verunglückten Reboundaktionen und eroberten bis zur Pause eindrucksvoll die Führung zurück (44:49).

Aggressiv kamen beide zurück aufs Parkett, attackierten mit hoher Physis den Korb. Nachdem sich die Ausbeute bis Mitte des Viertels beiderseits in Grenzen hielt, übernahmen die Hausherren mit besserer Entscheidungsfindung, der Shootingpower von Kapitän Tommy Klepeisz (4/7 3P) und einem 8:0-Lauf für die Führung zurück (59:57, 27.). Danach nahm das Spektakel seinen Lauf. Es schien so, als wäre die Crunchtime bereits mit Beginn Viertels angebrochen. Aktion um Aktion ging es spektakulär hin und her – beide lieferten sich einen physisch geprägten Kampf an beiden Enden des Feldes der in die Overtime führte (86:86). Verlängerung kennen und können die Hausherren und legten in diesem Selbstverständnis auch los. Figueroa von außen, Klepeisz an der Linie und Juan Nunez mit einem Tänzchen zum Korb, ebneten den anfänglichen 7:0-Run (93:86, 43.). Komfortable Positionen ließen die Spanier weiter nicht zu, antworteten bis in die Schlusssekunden mit dem Wurf von außen. Am Ende ließen sich die Ulmer nach aufopferungsvollem Kampf das Spiel nicht mehr nehmen und durchbrechen die eindrucksvolle Siegesserie mit einem 103:99 nach Verlängerung.