Am vergangenen Wochenende (6./7. Dezember) überprüfte die Rosenheimer Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze etwa zwanzig Migranten, die ohne die erforderlichen Papiere einzureisen versuchten. Die Personen stammen überwiegend aus Pakistan, Nigeria, Syrien und dem Kosovo. Drei Viertel der Migranten wurden zurückgewiesen.
Verhaftungen bei Grenzkontrollen
Im Rahmen der Grenzkontrollen zwischen Kufstein und Rosenheim verhaftete die Bundespolizei zudem sechs Personen, die von deutschen Justizbehörden gesucht wurden. Ein Italiener, der mit einem Bus Richtung München reiste, musste seine Reise an der A93 aufgrund eines Haftbefehls wegen mehrfacher Leistungserschleichung beenden. Da der 34-Jährige seine Geldstrafe von 650 Euro nicht zahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer einmonatigen Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.
Ersatzhaft bei Zahlungsunfähigkeit
Ein in Italien gemeldeter Senegalese, verurteilt wegen Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, konnte eine Strafe von 1.900 Euro nicht zahlen und muss nun eine Ersatzhaft in Bernau antreten. Hingegen konnte ein Türke, der wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eine Strafe von 2.700 Euro erhielt, die Haft durch Eigen- und Fremdmittel vermeiden.
Einlieferung zur Sicherstellung der Rückführung
Ein 43-jähriger Marokkaner, der ohne gültige Einreisepapiere unterwegs war, wurde aufgrund eines früheren illegalen Aufenthalts in Deutschland zu einer Geldstrafe verurteilt. Statt die Strafe abzusitzen, ordnete das Amtsgericht Rosenheim seine Einlieferung zur Sicherstellung seiner Rückführung an. Der Mann wird voraussichtlich vom Bernauer Gefängnis aus nach Italien abgeschoben, seinem aktuellen Aufenthaltsort.


