Große Hilfsbereitschaft im Unterallgäu – Landratsamt sucht noch Pflegefamilien und Dolmetscher

Der Krieg in der Ukraine bewegt das Unterallgäu. „Die Hilfsbereitschaft ist riesig“, sagt Landrat Alex Eder. Bereits knapp 200 Wohnungsangebote für Flüchtlinge aus der Ukraine sind beim Landratsamt eingegangen. Der Landkreis hat inzwischen einen Krisenstab eingerichtet, um Hilfen zu koordinieren und sich auf weitere Flüchtlinge vorzubereiten. Zudem hat das Landratsamt Unterallgäu Informationen für Geflüchtete auf Deutsch und Englisch ins Internet eingestellt unter www.unterallgaeu.de/ukraine. Hier finden auch Menschen, die helfen wollen, weiterführende Informationen.

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Derzeit sucht das Jugendamt am Landratsamt Unterallgäu Menschen aus dem Landkreis, die bereit wären, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, meist Jugendliche, aus der Ukraine aufzunehmen. Voraussetzung ist: Ein Erziehungsberechtigter der Familie muss Zuhause sein, denn die Jugendlichen benötigen eine 24-Stunden-Betreuung. „Wir gehen davon aus, dass die Jugendlichen aufgrund der schlimmen Ereignisse in der Ukraine stark belastet und teils traumatisiert sind“, sagt Jugendamtsleiterin Christine Keller. Unklar sei derzeit, wie lange die Jugendlichen dann in den Familien bleiben. Wer ein Kind oder einen Jugendlichen aufnehmen könnte, kann sich per E-Mail an das Jugendamt wenden unter pflegekinder-adoption@lra.unterallgaeu.de. „Bitte schreiben Sie ein paar Sätze über sich und hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten“, so Keller. Bei Bedarf setze sich das Jugendamt mit den Personen in Verbindung und leite eine Überprüfung ein.

 Personen, die russisch oder ukrainisch sprechen

Zudem sucht das Landratsamt Unterallgäu Personen, die russisch oder ukrainisch sprechen und ehrenamtlich als Dolmetscher aushelfen könnten.

Wer eine dieser Sprachen beherrscht, kann sich per E-Mail melden an ukraine-soziales@lra.unterallgaeu.de