Große Sonderkontingente für Regionen mit niedriger Impfquote – Auch schwäbische Kreise erhalten Impfstoff

Mit erneuten Impfstoff-Sonderkontingenten unterstützt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek jetzt 28 bayerische Stadt- und Landkreise, die eine niedrige Impfquote aufweisen. Holetschek sagte am Donnerstag in München: „Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten. Einige Regionen haben beispielsweise eine geringere Ärztedichte. Deshalb haben wir dort eine geringere Impfquote in den Arztpraxen und damit im Ergebnis ein geringeres Angebot an Schutzimpfungen.“

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Holetschek kritisierte: „Wir brauchen einen gerechten Ausgleich der unterschiedlichen Arztdichte in den Regionen. Das Bestellsystem des Bundes berücksichtigt dies nicht. Dadurch werden bestimmte Regionen bei den Impfungen in den Arztpraxen strukturell benachteiligt. Wenn beispielsweise Praxen weniger Impfdosen bestellen, was in geringem Umfang auch in den Pfingstferien zu bemerken war, wirkt sich das natürlich auf die Impfquote der gesamten Region aus. Bayern springt erneut ein, um einen gerechten Ausgleich zu schaffen.“

Das Gesundheitsministerium hat in Abstimmung mit dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen Städtetag ein Verfahren zur Verteilung von Sonderkontingenten zum Ausgleich der regionalen Unterschiede erarbeitet. Die zusätzlichen Impfdosen werden den Impfzentren in Landkreisen und kreisfreien Städten angeboten, deren Impfquoten von Seiten der Arztpraxen um mehr als ein Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt liegen. Die Menge des zusätzlich angebotenen Impfstoffs ist abhängig vom Grad der Abweichung.

„Ich freue mich, dass wir in größerem Umfang erneut Impfdosen zur Verfügung stellen können. Das ist ein gutes Signal für einen gleichmäßigen Impffortschritt in ganz Bayern!“, sagte der Staatsminister. Holetschek ergänzte: „Die Sonderkontingente zeigen auch, wie eng die Impfungen in den Arzt­praxen und in den Impfzentren verzahnt sind. Beide Systeme ergänzen sich und sind die festen Säulen, auf denen die Bayerische Impfstrategie steht.“ Der Minister forderte zugleich den Bund erneut auf, das Bestellsystem der Ärzte zu verbessern und Arztpraxen in Regionen mit geringerer Arztdichte größere Bestellmengen zu ermöglichen.

Christian Bernreiter, Präsident des Bayerischen Landkreistags, fügte hinzu: „Nachdem wir ab nächster Woche wieder verstärkt in die Phase der Erstimpfungen kommen, kann der Freistaat Bayern jetzt mit Sonderkontingenten für mehr Gerechtigkeit bei der Impfstoffverteilung sorgen. Die bei der sogenannten „Arztimpfquote“ deutlich unter dem bayernweiten Schnitt liegenden Landkreise und Städte können daher über die Impfzentren ein Stück weit aufholen. Ich danke Staatsminister Klaus Holetschek, dass er das Ziel „gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ auch beim Thema Impfgerechtigkeit mit Nachdruck verfolgt!“

Bernd Buckenhofer, Vorstandsmitglied des Bayerischen Städtetags, ergänzte: „Da die Impfquoten der niedergelassenen Ärzte immer noch regional sehr unterschiedlich sind, tragen Sonderlieferungen für stark betroffene Städte und Landkreise zur regionalen Ausgewogenheit bei. Es braucht zudem mehr Impfstoff und noch mehr Ärzte, die Impfungen vornehmen.“

Der Minister ergänzte: „Wir stellen insgesamt rund 100.000 Impfdosen Moderna zur Verfügung. Rund 50.000 Impfdosen für Erstimpfungen und noch einmal 50.000 Impfdosen für Zweitimpfungen. Die Dosen für die Erstimpfungen werden in drei Tranchen in den Kalenderwochen 24, 25 und 26 in den Impfzentren ankommen; dabei geht die erste Tranche an insgesamt neun Impfzentren. Dazu kommen noch Sonderlieferungen von AstraZeneca in Höhe von rund 40.000 Dosen (je 20.000 für Erst- und 20.000 für Zweitimpfungen), die den 28 Regionen ebenfalls angeboten werden.“

Je rund 7.000 Impfdosen, davon zunächst 2.500 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 2.000 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca, gehen an Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Rottal-Inn (Lkr.), Berchtesgadener Land (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Günzburg (Lkr.), Unterallgäu (Lkr.), Ingolstadt (Sk.), Lindau (Bodensee) (Lkr.), Haßberge (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.). Die weiteren 2.500 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 4.800 Impfdosen, davon zunächst 1.700 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 1.400 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca, gehen an Altötting (Lkr.), Coburg (Lkr.), Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr.), Kaufbeuren (Sk.), Rosenheim (Lkr.), Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr.), Bad Kissingen (Lkr.), Augsburg (Lkr.), Oberallgäu (Lkr.). Die weiteren 1.700 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Je rund 2.400 Impfdosen, davon zunächst 800 für Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna und bei Annahme des Angebots 800 für Erst- und Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca., gehen an Mühldorf a.Inn (Lkr.), Kempten (Allgäu) (Sk.), München (Lkr.), Miltenberg (Lkr.), Donau-Ries (Lkr.), Landsberg am Lech (Lkr.), Freising (Lkr.), Landshut (Sk.). Die weiteren 800 Impfdosen für Zweitimpfungen Moderna folgen sechs Wochen später.

Die erste Tranche an Impfdosen des Impfstoffes von Moderna kommt am 18. Juni in den neun Impfzentren Rottal-Inn (Lkr.), Berchtesgadener Land (Lkr.), Eichstätt (Lkr.), Neuburg-Schrobenhausen (Lkr.), Ingolstadt (Sk.), Dillingen a.d.Donau (Lkr.), Günzburg (Lkr.), Unterallgäu (Lkr.), Lindau (Bodensee) (Lkr.) an.

In KW 25 gehen Impfdosen von Moderna nach Altötting (Lkr.), Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr.), Rosenheim (Lkr.), Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr.), Coburg (Lkr.), Aichach-Friedberg (Lkr.), Kaufbeuren (Sk.), Augsburg (Lkr.), Oberallgäu (Lkr.), Haßberge (Lkr.) und Bad Kissingen (Lkr.). Außerdem werden in dieser Woche die Impfdosen von AstraZeneca an die Landkreise und kreisfreien Städte ausgeliefert, die das Angebot angenommen haben.

In KW 26 erhalten die Impfzentren Landshut (Sk.), Mühldorf a.Inn (Lkr.), München (Lkr.), Landsberg am Lech (Lkr.), Freising (Lkr.), Kempten (Allgäu) (Sk.) und Donau-Ries (Lkr.) sowie Miltenberg (Lkr.) Impfdosen von Moderna.  

Gesundheitsminister Holetschek betonte: „Die zusätzlichen Lieferungen werden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, sondern es handelt sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs. Ich freue mich, dass wir vier Wochen nach dem ersten Sonderkontingent nun schon weitere Sonderkontingente an die Impfzentren geben können. Für ganz Bayern ist das ein gutes Signal!“