Großes Interesse an Asyl-Infoveranstaltungen in Haunstetten und Friedberg – Zahlreiche Flüchtlinge kommen in beide Orte

Im Augsburger Stadtteil Haunstetten und auch in Friedberg fanden am gestrigen Abend Informationsveranstaltungen zur geplanten Unterbringung von Asylsuchenden statt. Beide Orte müssen sich auf zahlreiche Flüchtlinge einstellen. Dies ist nicht nur auf Begeisterung gestoßen.

20150918_asyl_rws_029 Großes Interesse an Asyl-Infoveranstaltungen in Haunstetten und Friedberg - Zahlreiche Flüchtlinge kommen in beide Orte News Politik Asyl Dr. Klaus Metzger Dr. Stefan Kiefer Flüchtlinge Friedberg Haunstetten Refuggee | Presse Augsburg
Neben Erstaufnahmeeinrichtungen (hier in der RWS) werden auch dezentrale Unterkünfte benötigt. | Foto: Dominik Mesch

Rund 400 Bürger hatten sich am gestrigen Abend in der Haunstetter Pfarrkirche St. Albert versammelt. Sie waren der Einladung der Stadt Augsburg zu einer Informationsveranstaltung über die geplante Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtteil gefolgt. Doch es kamen viel mehr Teilnehmer als geplant, deutlich mehr als in den vorausgegangen 25 Veranstaltungen an anderen Stellen im Stadtgebiet. Der ursprünglich als Veranstaltungsort vorgesehene Pfarrsaal wurde schnell zu klein.

20150918_asyl_rws_010_kiefer Großes Interesse an Asyl-Infoveranstaltungen in Haunstetten und Friedberg - Zahlreiche Flüchtlinge kommen in beide Orte News Politik Asyl Dr. Klaus Metzger Dr. Stefan Kiefer Flüchtlinge Friedberg Haunstetten Refuggee | Presse Augsburg
Sozialbürgermeister Kiefer, hier vor gut vier Wochen in der Notaufnahme in der RWS, kündigte für Haunstetten 134 Flüchtlinge an. | Archivfoto: Dominik Mesch

Wie Sozialbürgermeister Dr. Stefan Kiefer mitteilte werden künftig 134 Flüchtlinge in aktuell leerstehenden Einfamilienhäusern im Süden Haunstettens untergebracht werden. In der Neptun- und Weißdornstraße werden jeweils 16, in der Blütenstraße 30 Menschen Zuflucht finden. Das größte Objekt wird vom Münchener Investor IGEWO in der Bürgermeister-Widmeier zu Verfügung gestellt. 72 Personen könnten hier nach einer Renovierung einziehen, knapp 20 Personen leben dort bereits. Der Investor wollte ursprünglich an dieser Stelle abreißen und neu bauen, jetzt hat er das Haus für fünf Jahre an die Kommune vermietet. Während sich bereits ein Helferkreis, darunter auch Mitglieder der Moscheegemeinde Haunstetten, formiert hat, ist auch die Skepsis groß. Von einer Bevorzugung der Flüchtlinge, beispielsweise beim Sozialticket oder bei der Wohnungssuche, war oft zu hören. Auch der deutliche Männerüberschuss (rund 70%) unter den Asylsuchenden rief bei einigen Teilnehmern Sorgen hervor.