Rauch dringt durch eine offene Tür des Gasthauses Fuchs in Steppach. Direkt darüber stehen Menschen auf dem Balkon und rufen um Hilfe. Im Hintergrund heulen die Sirenen der nahenden Feuerwehrautos während über hundert Personen gespannt das Geschehen verfolgen: Die jährliche Großeinsatzübung der Neusässer Feuerwehren ist angesagt. Dieses Jahr in Steppach beim Gasthaus Fuchs. Während rund 110 Feuerwehrleute aus den verschiedenen Neusässer Ortsteilfeuerwehren im Einsatz sind plus zehn Rettungskräfte der Wasserwacht Steppach, erläutert Markus Wiesner, Kommandant der Steppacher Feuerwehr, das Szenario.

Foto: Gerettet: Über eine Drehleiter bringen die Feuerwehrleute einen Statisten aus dem ersten Stock des Gasthofes in Sicherheit.
Foto: Gerettet: Über eine Drehleiter bringen die Feuerwehrleute einen Statisten aus dem ersten Stock des Gasthofes in Sicherheit.

Ein Brand im Gasthaus Fuchs ist die Ursache für die Auslösung des Feueralarms um 15.00 Uhr am Samstagnachmittag. Bereits wenige Minuten später sind die Kameradinnen und Kameraden der Steppacher Feuerwehr mit einem Mehrzweckfahrzeug und einem Löschfahrzeug vor Ort und machen sich sogleich ein Bild von der Situation. Die anderen Ortsteilfeuerwehren werden nachalarmiert, so dass bald 14 Einsatzfahrzeuge mit Feuerwehrleuten mitten im Ortskern ins Geschehen eingreifen. Eine Atemschutzsammelstelle wird eingerichtet, Steckleitern aufgebaut, die Drehleiter ausgefahren und mit dem Löschen begonnen. Fünf Personen werden aus dem brennenden Gebäude gerettet sowie zehn Personen über die Leitern in Sicherheit und in die Obhut der Rettungskräfte gebracht. Des Weiteren gilt es die Brauerei, die direkt gegenüber des brennenden Gasthofes steht, mit Wasser aus drei Schläuchen zu sichern, so dass der Brand nicht auf dieses Gebäude übergreift.

Zufrieden mit dem Verlauf der Übung zeigte sich Markus Wiesner am Ende der Übung: Alle Personen konnten lebend gerettet werden und die Feuerwehrleute haben schnell und gut zusammen gearbeitet. „Damit haben die örtlichen Feuerwehren wieder einmal bewiesen, dass sie gut ausgebildet und für den Ernstfall hervorragend vorbereitet sind“, freute sich Erster Bürgermeister Richard Greiner. Dem konnten sich Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister und Annelies Lang, Frauenbeauftragte des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaben nur anschließen.