Grüne fordern Aufbau einer „Pandemiewirtschaft“

Um das Problem der Unterversorgung mit Schutzmasken und Schutzkleidung zu lösen, fordern die Grünen den Aufbau einer „Pandemiewirtschaft“. „Wir brauchen jetzt eine nationale, europäische und globale Kraftanstrengung, um eine Pandemiewirtschaft aufzubauen“, sagte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Man habe bei lebenswichtigen Gütern derzeit eine Unterproduktion.

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„Es braucht jetzt eine koordinierende Hand durch die Politik, um die Eigeninitiative und den Erfindungsreichtum der Unternehmen optimal für diese Aufgabe zu nutzen“, so der Grünen-Politiker weiter. In einem Positionspapier, über das die Zeitung berichtet, schlagen die Grünen vor, eine Task Force in der Bundesregierung zu gründen, „die koordinierend beim Aufbau einer Pandemiewirtschaft tätig ist“. Es sei dringend notwendig, Klarheit darüber zu schaffen, „welche Mengen an medizinischen Gütern grundsätzlich für Deutschland und Europa notwendig sind“.

Auch Preis- und Absatzgarantien schlagen die Grünen vor, um die Risiken für Unternehmen aufzufangen. Handlungsbedarf sehen die Grünen vor allem bei der Herstellung von Beatmungsgeräten. Der Markt werde überwiegend durch mittelständische Unternehmen bedient, die bislang weltweit etwa 40.000 bis 50.000 Stück produziert hätten, heißt es in dem Papier der Grünen-Bundestagsfraktion, über welches das „Handelsblatt“ berichtet. Das reiche bei Weitem nicht.

Die Bundesregierung müsse daher ein Förderprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro auflegen, „das Investitions- und Arbeitskosten zur Umstellung bezuschusst“.