Grüne fordern Rechtsanspruch auf Weiterbildung

Die Grünen fordern eine Qualifizierungsoffensive, um die Menschen in Deutschland besser auf die Folgen der Digitalisierung vorzubereiten. „Wir wollen einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung im Gesetz verankern“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Alle, die arbeiten, erhalten das Recht, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, um sich weiterzubilden. Danach können sie wieder in ihren alten Stundenumfang zurückkehren.“

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Um die Weiterbildung finanziell abzusichern, wollen die Grünen ein Weiterbildungs-Bafög schaffen – „ein Mix aus staatlichem Zuschuss und zinsfreiem Darlehen, das erst später zurückgezahlt wird“, so Göring-Eckardt. Die Höhe des Zuschusses solle von der Höhe des bisherigen Einkommens abhängen.

Wer arbeitslos sei und sich weiterbilde, solle vom Staat ein Weiterbildungsgeld bekommen, was 200 Euro über dem Arbeitslosengeld liege. „Eine solche Unterstützung erhält auch, wer sich für die Weiterbildung in einem Beruf entscheidet, in dem besonders viele Fachkräfte fehlen“, führte die Fraktionsvorsitzende aus. Außerdem wollen die Grünen sogenannte Bildungsagenturen einrichten. „Mit der zentralen Anlaufstelle lösen wir das bisherige Zuständigkeits-Wirrwarr auf“, sagte Göring-Eckardt.

„Wir bündeln die Kompetenzen von Arbeitsagenturen, Jobcenter und Weiterbildungsschulen unter einem Dach, sodass schnell und gezielt das passende Fortbildungsangebot gefunden wird.“ Zu den Kosten sagte die Fraktionsvorsitzende, bereits heute gäben Bund und Länder für Weiterbildung schätzungsweise zwei Milliarden Euro aus. „Diese Mittel wollen wir gezielter einsetzen und, wo nötig, aufstocken“, sagte sie.