Die Deutsche Bank muss sich bei der Hauptversammlung am Donnerstag nach Auffassung der Grünen zu Geschäften mit dem US-Präsidenten und früheren Immobilieninvestor Donald Trump äußern. „Der Vorstand muss erklären, warum die Geldwäschebeauftragte Tammy McFadden von der Deutschen Bank entlassen wurde“, sagte der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). Die „New York Times“ hatte berichtet, dass die Deutsche Bank in den Jahren 2016 und 2017 auffällige Transaktionen bei Firmen Trumps und seines Schwiegersohns Jared Kushner entdeckt habe.

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Nach dem automatischen Alarm einer Kontrollsoftware seien Mitarbeiter zu dem Schluss gekommen, dass die Fälle den Behörden gemeldet werden müssten. Doch höherrangige Manager hätten das abgelehnt, sagte die damals beteiligte Tammy McFadden der Zeitung. Später habe sie ihren Job verloren, weil sie intern den angeblich nachlässigen Umgang mit Geldwäscheverdacht kritisiert habe. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, ob Geldwäscheverdachtsanzeigen bei Russland-Geschäften der Trump-Familie in der Schublade verschwunden sind“, sagte Giegold den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Die Deutsche Bank könne nicht sagen, dass dies eine reine US-Angelegenheit sei. „Die deutsche Geldwäscheaufsicht muss diesen Fall untersuchen“, so der Grünen-Europaabgeordnete weiter, der in den vergangenen Jahren in den Fachausschüssen des Europaparlaments an strengeren Bankaufsichtsregeln mitgewirkt hat. Die Geschäfte der Deutschen Bank mit Trump stehen derzeit auch im Fokus juristischer Auseinandersetzungen zwischen dem Weißen Haus und dem US-Repräsentantenhaus. Auch in den Ausschüssen des US-Parlaments war von möglicher Geldwäsche und von russischen Beteiligten die Rede. Die Deutsche Bank war zeitweilig der wichtigste Geldgeber für Trump.