Die Grünen in Brandenburg sind unter bestimmten Bedingungen bereit, nach der Landtagswahl mit der SPD und den Linken zu regieren. „Rot-Rot-Grün ist für uns eine Option wie andere Bündnisse auch“, sagte die Grünen-Spitzenkandidatin Ursula Nonnemacher dem Nachrichtenportal T-Online. „Es wäre ein fatales Signal, wenn keine stabile Regierung zustande käme“, so die Grünen-Politikerin weiter. gruene-in-brandenburg-offen-fuer-rot-rot-gruen Grüne in Brandenburg offen für Rot-Rot-Grün Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen AfD CDU Deutschland Die Grünen Es Fehler Grüne Koalition Landtagswahl Linke Linkspartei MAN Ministerpräsident offen Regierung Rote SPD Unterschiede Wahl | Presse AugsburgLandtag Brandenburg, über dts Nachrichtenagentur

SPD und Linkspartei regieren seit 2009 in Brandenburg, derzeit unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Es müsste aber klar sein, dass SPD und Linke dann nicht weitermachen können wie gehabt“, sagte Nonnemacher. Man werde „nicht Mehrheitsbeschaffer für eine abgewählte Regierung sein“, so die Grünen-Spitzenkandidatin weiter.

Zentral sei, dass die Grünen in einer Regierungskoalition möglichst viele grüne Inhalte umsetzen könnten. Die Grünen wollen nach der Wahl mit allen Parteien außer der AfD über mögliche Koalitionen sprechen. Die Regierungsbildung werde schwierig, sagte Nonnemacher. „Es wäre falsch, sie durch viele rote Linien, durch `Ausschließeritis` noch schwieriger zu machen“, so die Grünen-Politikerin weiter.

Sie zeigte sich auch offen für eine Koalition aus CDU, Linken und Grünen, die der Brandenburger CDU-Landeschef Ingo Senftleben ausdrücklich nicht ausgeschlossen hatte. „Wir haben in der Opposition mit der CDU gut zusammengearbeitet“, etwa im Bildungs- und Verkehrsbereich, so Nonnemacher. Es gebe aber auch Unterschiede, etwa in der Innenpolitik. Die Grünen seien zumindest gesprächsbereit.