Die Sprecherin der Grünen Jugend, Sahra-Lee Heinrich, hält einen Streckbetrieb von verbliebenen Atomkraftwerken in Deutschland bis ins Frühjahr für möglich, schließt den Betrieb mit neuen Brennelementen darüber hinaus jedoch aus. „Eine Laufzeitverlängerung ist mit uns nicht zu machen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben).

„Und eine Laufzeitverlängerung ist das, was über den Streckbetrieb hinausgeht.“ Sie sei nicht notwendig und teuer. „Und die Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie. Was wir brauchen, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien.“

Heinrich verwies auf einen Stresstest, den das Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat und der die Frage klären soll, ob Deutschland auch unter verschärften Bedingungen bis zum Frühjahr ohne Atomenergie auskäme. Der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin hatte dem „Tagesspiegel“ zuvor gesagt, schon ein Streckbetrieb sei eine Laufzeitverlängerung, weil auch dafür das Atomgesetz geändert werden müsse, das das Auslaufen der letzten drei Atomkraftwerke am 31. Dezember vorsieht. Unter Trittins Federführung hatte die rot-grüne Koalition im Jahr 2002 den ersten Atomausstieg beschlossen. Er forderte eine Parteitagsentscheidung.

Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

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