Grüne stürzen auch in Infratest-Umfrage ab

Die Grünen stürzen auch in der neuen Umfrage von Infratest ab. Demnach erreicht die Partei bundesweit nur noch 20 Prozent, und damit fünf Punkte weniger als bei der letzten Erhebung Mitte Mai. Die Union legt hingegen von 24 auf 28 Prozent zu und ist wieder klar stärkste Kraft.

Dts Image 13248 Pnisrkhaqk 3121 800 600Michael Kellner und Annalena Baerbock, über dts Nachrichtenagentur

Weitere Ergebnisse der Umfrage für den „ARD-Deutschlandtrend“: SPD 14 (-1), FDP 12 (unv.), Linke 7 (unv.), AfD 12 (+1 Prozent). Auch in der Direktwahlfrage verbessert sich der Unions-Kanzlerkandidat und landet auf dem ersten Platz. Wenn die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, dann würden sich 29 Prozent für Armin Laschet entscheiden (+8).

26 Prozent würden für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz stimmen (+5). Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, verliert hingegen gegenüber dem Vormonat 12 Prozentpunkte; für sie würden sich nur noch 16 Prozent der Befragten entscheiden. 29 Prozent antworten mit „weiß nicht“ oder machen keine Angabe (-1). Auch in der Politikerzufriedenheit legt Armin Laschet zu, während Annalena Baerbock verliert.

Beide liegen in dieser Frage allerdings hinter anderen ausgewählten Politikern. Mit der Arbeit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier sind aktuell 67 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-12 im Vgl. zu Februar 2017). Der SPD-Politiker hat gerade angekündigt, für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verbessert sich auf 63 Prozent Zufriedenheit (+4 im Vgl. zu Mai).

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder kommt auf 54 Prozent Zufriedenheit (+/-0 im Vgl. zu April). Außenminister Heiko Maas verbessert sich gegenüber dem Vormonat auf 44 Prozent (+3). Finanzminister und SPD- Kanzlerkandidat Olaf Scholz erreicht 42 Prozent Zufriedenheit (+1). Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verbessert sich um 6 Prozentpunkte; mit seiner Arbeit sind 2/3 aktuell 36 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden, 53 Prozent hingegen weniger bzw. gar nicht zufrieden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erreicht 35 Prozent Zufriedenheit (-1); 62 Prozent sind mit seiner Arbeit weniger bzw. gar nicht zufrieden. Der Partei- und Fraktionsvorsitzende der FDP, Christian Lindner, erreicht 34 Prozent Zufriedenheit (+2); 53 Prozent sind mit seiner Arbeit weniger bzw. gar nicht zufrieden. Der CDU-Vorsitzende und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet verbessert sich um 8 Prozentpunkte. Jeder Dritte (32 Prozent) ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden bzw. zufrieden; 58 Prozent sind damit weniger bzw. gar nicht zufrieden.

Die Grünen- Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock büßt gegenüber dem Vormonat 15 Prozentpunkte ein. Jeder Vierte (26 Prozent) ist mit ihrer Arbeit sehr zufrieden bzw. zufrieden; 60 Prozent sind damit weniger bzw. gar nicht zufrieden. Tino Chrupalla, einer von zwei Spitzenkandidaten der AfD, landet bei 9 Prozent Zufriedenheit; eine Mehrheit von 57 Prozent kennt ihn nicht oder kann ihn nicht beurteilen. Janine Wissler, eine von zwei Spitzenkandidaten der Linken, erreicht 7 Prozent Zufriedenheit (-1 im Vgl. zu April); drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) kennen sie nicht oder können sie nicht beurteilen. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung hat derweil im vergangenen Monat zugenommen. 45 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit von CDU/CSU und SPD sehr zufrieden bzw. zufrieden (+8 im Vgl. zu Mai). Allerdings ist weiterhin eine Mehrheit von 54 Prozent damit weniger bzw. gar nicht zufrieden (-8). 1.316 Personen wurden von Montag bis Mittwoch dieser Woche befragt.