Grüne und Linke fordern mehr Präsenz von US-Botschafter

Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, wünscht sich nach dem Abschied von US-Botschafter Richard Grenell einen Vertreter, der auch öfter anwesend ist. „Der US-Botschafter in Deutschland sollte in erster Linie auch in Deutschland sein“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagausgaben). „Grenell ist seit Längerem primär mit anderen Aufgaben beschäftigt, die seine Präsenz in Washington binden. So ist seine Demission folgerichtig.“

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Nouripour fügte hinzu: „Damit hätten die USA fast die Hälfte der Amtszeit von Trump keinen Botschafter in Deutschland gehabt. Das ist misslich, lässt aber auf Besserung hoffen.“

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, sagte dem RND: „Ein in Deutschland anwesender US-Botschafter, der auch Botschafter und nicht Politiker ist, könnte als Nachfolger von Grenell hilfreich sein.“ Seit einigen Monaten ist bereits bekannt, dass Grenell seinen Posten als Botschafter in Berlin demnächst räumen und dann voraussichtlich vorübergehend Robin Quinville übernehmen wird, die seit Juli 2018 Gesandte an der Botschaft und damit Stellvertreterin Grenells ist. Entsprechende Berichte wurden am Sonntag von manchen Medienhäusern in Deutschland wieder aufgewärmt. Grenell gab sich genervt und teilte einen Beitrag auf Twitter, in dem darauf hingewiesen wurde, dass sein Abschied aus Berlin bereits bekannt sei.