Grünen-Chefin wirbt für „Corona-Bonds“

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat sich für gemeinsame Staatsanleihen der Euro-Länder ausgesprochen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abzufedern. „Nur ein gemeinsamer europäischer Schutzschirm kann eine tiefe Spaltung der Euro-Zone verhindern“, sagte Baerbock dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Auf die Frage, ob sie für die Einführung sogenannter Corona-Bonds werbe, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete: „Ja, und auch die Regierungschefs von etlichen anderen Ländern, wie Frankreich, Luxemburg, Irland fordern das.“

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Andernfalls drohe aus der Corona-Krise die nächste Euro-Krise zu werden. „Solidarität heißt auch gemeinsame Finanzierung, um spekulative Attacken und eine neue Euro-Krise zu verhindern“, sagte Baerbock. Die ablehnende Haltung der Bundesregierung gegenüber einer Ausgabe gemeinsamer Anleihen im Euro-Raum nannte sie falsch. „Italien ist nicht damit geholfen, dass wir abends auf unseren Balkonen die `Ode an die Freude` anstimmen“, sagte die Grünen-Vorsitzende. Mit Blick auf die EU warnte Baerbock: „Wenn jeder sich selbst der Nächste ist und so handelt, wird sie zerbrechen.“