Die Grünen-Verteidigungspolitikerin Agnieszka Brugger sieht in der Aufrüstung der NATO-Eingreiftruppen vor allem eine Abschreckungswirkung. Man müsse glaubhaft ausstrahlen können, dass es keine Zweifel an der Beistandsverpflichtung der NATO gebe, sagte sie dem Nachrichtenportals Watson.

Man müsse in der Lage sein, sich entschieden und schnell zu verteidigen. „Das ist keine Maßnahme der Aggression, sondern der sicherste Weg, eine weitere Eskalation auf das NATO-Bündnisgebiet zu vermeiden und den russischen Drohungen zu begegnen.“ Ähnlich sieht es CDU-Verteidigungspolitiker Wolfgang Hellmich. Er sagte dem Portal: „Der Aufwuchs der NATO-Response-Force ist ein deutliches Zeichen der Wehrbereitschaft an der NATO-Ostflanke; es dient der Abschreckung von Putin und seinem aggressiven, bedrohlichen Verhalten auch gegenüber den NATO-Staaten.“ Auch der Militärexperte Gustav Gressel sieht in der Erhöhung der schnellen NATO-Eingreiftruppe NRF keine weitere Eskalationsspirale des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. „Die russische Streitmacht, die die Ukraine überfallen hat, war viermal so groß wie die NATO NRF“, sagte er Watson. „Daher ist es logisch, dass die NATO hier nachzieht, und weitere Vorkehrungen trifft.“

Foto: Agnieszka Brugger, über dts Nachrichtenagentur