Grünen-Innenexpertin: Lübcke-Prozess muss mögliche NSU-Verbindung klären

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, hat nach der jetzt erhobenen Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gefordert, im Prozess auch etwaige Verbindungen zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zu untersuchen. „Es ist gut, dass im Mordfall Lübcke neben dem Hauptverdächtigen Stephan E. auch Markus H. mitangeklagt wird und dadurch ein mögliches weiteres Umfeld der Tat ausgeleuchtet werden kann“, sagte Mihalic den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). Bevor „nicht alle möglichen Zusammenhänge vollständig ausermittelt“ seien, dürften sich die Ermittlungsbehörden „nicht auf eine Einzeltäterthese festlegen und dadurch mögliche Netzwerkstrukturen aus dem Blick verlieren“, so die Grünen-Politikerin weiter.

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Es müsse überprüft werden, inwieweit auch diese Tat „im Kontext übergreifender rechtsterroristischer Bestrebungen wie beispielsweise des NSU steht“, forderte Mihalic.