Die Grünen haben Milliarden-Investitionen zur Rettung des Waldes gefordert. „Wir wollen einen Waldzukunftsfonds von einer Milliarde Euro für die nächsten Jahre als erste Finanzspritze für den kranken Wald auflegen“, heißt es in einem „Klimawaldprogramm“ der Partei- und Fraktionsspitze, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) berichten. Ziel sei ein Umbau von Plantagen- und Monokulturen zu naturnahen, klimabeständigeren Mischwäldern mit hohem Laubbaumanteil. Wald, über dts Nachrichtenagentur

Die Gesamtfinanzierung solle „im Rahmen eines umfassenden Waldprogramms schnellstmöglich geklärt und gesichert werden“. Unterzeichner des Papiers sind die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie führende Landespolitiker. Nach dem Dürresommer 2018 und den Hitzeperioden dieses Jahres „droht jetzt ein Waldsterben 2.0“, warnen die Autoren.

Ein Waldgipfel, wie ihn Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plane, werde diese Entwicklung nicht stoppen. „Der beste Schutz für den Wald ist, konsequent und ehrgeizig die Klimakrise zu bekämpfen“, heißt es in dem Papier. „Dafür müssen in der Klimapolitik endlich alle Register gezogen werden.“ Teil der Strategie seien Investitionen in naturnahe Mischwälder.

Neben dem Umbau von Forstplantagen zu Ökowäldern wollen die Grünen den Aufbau solcher naturnaher Wälder mit staatlicher Unterstützung vorantreiben. Fördermittel für Waldbesitzer aus Steuergeldern müssten „an ökologische Kriterien gebunden werden, deren Umsetzung kontrolliert wird“, verlangen die Grünen. „Wer naturnahe Wälder aufbaut, wird belohnt. Wer weiter auf Baumplantagen setzt, geht leer aus.“