Diese setzten sich auch im zweiten Durchgang fort. Souverän war der Auftritt des TSV weiterhin nicht, aber nach und nach stabilisierte sich zumindest die Abwehr. Erst als der gefährlichste Angreifer der Gäste verletzt raus musste, konnte sich Friedberg langsam absetzen.

Nach dem 25:23 übernahmen die Herzogstädter in der letzten Viertelstunde die Kontrolle. Endlich stand die Abwehr sicher, vorne kehrte die Präzision in den Abschlüssen zurück. Ottobeuren erhöhte jetzt das Risiko und spielte fast alle Angriffe mit einem zusätzlichen Akteur vorne, für den der Torwart vom Feld ging. Das machte es für die Hausherren allerdings sehr einfach, Ballgewinne ausnutzen. Mehrmals traf ein Friedberger jetzt aus der eigenen Hälfte ins leere Gehäuse. Dies verringerte zudem die Gefahr, dass ein weiterer Gewaltwurf zum Torfall von Friedberg führen konnte.

Schließlich gewann der TSV das vorletzte Heimspiel der Saison mit 33:26 (14:13), ohne jedoch zu glänzen. Da der Zweite aus Günzburg gepatzt hat, hat Friedberg nur noch einen Zähler Rückstand auf den VfL.

Trainer Mirko Pesic war nicht mit allem zufrieden: „Wir haben uns gegen einen cleveren Gegner lange schwergetan. Vor allem unsere Abwehr hat mich über weite Strecken nicht überzeugt. Erst in der letzten Viertelstunde konnten wir uns steigern und am Ende doch verdient gewinnen.“