Gute zweite Halbzeit beschert dem FC Augsburg einen Punkt gegen Leipzig

Der FC Augsburg sicherte sich gegen den Europapokalteilnehmer RB Leipzig einen wichtigen Punkt. Ausschlaggebend war eine deutliche Leisungssteigerung nach der Pause.

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Caligiuri jagt den Balll zum 1:1 ins Netz Foto: Eduard Martin

Wer den FC Bayern geschlagen hat, kann zu Hause auch gegen Leipzig punkten. So, oder so ungefähr lautete die Devise des FC Augsburg vor dem heutigen Mittwochsspiel. Die Weinzierl-Truppe hatte sich mit einem Sieg am Freitag in Köln weiteres Selbstvertrauen geholt und so konnte man gegen den Europapokal-Teilnehmer aus Sachsen unbekümmert in die Partie gehen. Wie gewohnt ließ Augsburg den spielstarken Gegner kommen, um aus einer kompakten Defensive heraus mit schnellen Spielzügen nach vorne selbst für Gefahr zu sorgen. Nach einem Punktgewinn sah es heute in den ersten 45 Minuten aber nicht aus.

Vorne zu harmlos, hinten zu weit weg

Während man gegen die Münchener durch einen eigenen Treffer Druck aufbauen konnte, tat man sich gegen die technisch-versierten Sachsen schon früh schwer. RB kombinierten sie sich immer wieder in gute Positionen, Silva konnte eine dieser Situationen zum frühen 0:1 nützen. Nach einer halbhohen Flanke von Henrichs hatte der Brasilianer den Raum den Ball unbedrängt zur Gästeführung über die Linie zu stolpern (19.). Wiedereinmal war Gumny viel zu weit von vom Gegenspieler entfernt gewesen. Auch in der Folge waren die Gäste das klar spielbestimmende Team, gingen aber zu großzügig mit ihren Chancen um. Augsburg zeigte sich bemüht, nach vorne aber viel zu harmlos.

Frischer Wind durch Einwechslungen

 

Der sichtlich bediente Augsburger Trainer Weinzierl versuchte deshalb nach der Pause seinem Team neue Impulse zu verleihen. Mit Pedersen und Maier brachte er zwei frische Spieler, die sich in den letzten Spielen als Torschützen auszeichnen konnten. Zwei Wechsel, die frischen Wind brachten. Der FCA zeigte sich zu Beginn der zweiten 45 Minuten deutlich verbessert. Der Ball lief nun deutlich besser durch die Augsburger Reihen, gleich mehrfach waren die Schwaben nahe am Ausgleich. Zehn Minuten vor dem Ende verhinderte nur noch die Querlatte das 1:1. Der eingewechselte Cordova hatte sich nach einer Framberger-Flanke in die Höhe geschraubt und war mit seinem Kopfball nur um Zentimeter gescheitert.

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Caligiuri brachte nach seiner Einwechslung Schwung und den Ausgleichstreffer | Archivfoto: Pfister Sebastian

Noch blieben zehn Minuten, um zumindest noch einen Zähler einzufahren. Die Hausherren drückten nun in Richtung Gästetor und wurden dafür belohnt. Nach einem Handspiel von Orban im Strafraum entschied Schiedsrichter Badstübner auf Strafstoß. Caligiuri schnappte sich das Leder und jagte es zum sicher nicht unverdienten Ausgleich in die Maschen. Ein Treffer, der dem FC Augsburg einen wichtigen Punkt gegen einen weiteren Topgegner der Bundesliga bescherte. Bereits am Samstag muss dieser Zähler beim Tabellenletzten in Fürth bestätigt werden. Mit einem Sieg in Franken könnte nach sieben Punkten aus drei Spielen aus drei Spielen innerhalb einer guten Woche ein verdientes Weihnachtsfest gefeiert werden.

FC Augsburg: Gikiewicz – Framberger, Gumny, Oxfornd, Iago – Dorsch, Jensen (66.Caligiuri), Moravek (46. Pedersen), Vargas (46. Maier) – Hahn (80. Bazee), Gregoritsch (66. Cordova)

RB Leipzig: Gulacsi – Simakan (46. Mukiele), Orban, Gvardiol – Henrichs, Laimer (46. Laimer), Kampl, Angelino, Nkunku, Forsberg (64.Szoboszlai)- Silva

Tore: 0:1 Silva (19.), 1:1 Caligiuri (86./HE)

Gelbe Karten:  Dorsch |

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer:  GEISTERSPIEL