Die Friedberger Zweite hat das Derby in der Bezirksoberliga gegen Aichach für sich entscheiden können. Beim 33:29 (16:13) überzeugten die Handballer vor allem im Tempospiel.

Das Duell der Tabellennachbarn sah eine gut gefüllte Halle. Die junge Friedberger Mannschaft wollte nach der Niederlage in Kissing nicht auch noch das nächste Duell gegen einen Nachbarverein verlieren. Und die Prestige trächtige Partie begann gut: Aichach produzierte vorne viele leichte Ballverluste, welche die Herzogstädter für leichte Kontertore nutzten konnten. Gegen die aggressive 6 – 0 – Formation fanden die Gäste zunächst nur wenig Mittel. Zu oft probierten sie es mit Einzelaktionen. Zahlreichte technische Fehler machten es den schnellen Friedbergen einfach. Beim 13:6 nach 18 Minuten sah es so aus, als würde dieses Derby eine klare Angelegenheit werden.

Doch der Zwischenstand täuschte etwas. Denn Friedberg hatte gehörige Probleme, sobald es in den Positionsangriff ging. Und als Aichach in der Schlussphase des ersten Durchgangs seine Fehlerquote drastisch reduzierte, bekamen die Friedberger vorne kaum einmal einen gefährlichen Angriff zustande. Zur Pause gingen sie so nur mit einem 16:13 Vorsprung.

Dieser war mit dem 18:18 in der 35. Minute plötzlich ganz weg. Aichachs Kreisläufer war von den Friedbergern nicht zu stoppen, simple Anspiele genügten jetzt für Gegentore.

Doch anstatt die kurzzeitige Defensivschwäche beim Gegner auszunutzen, schlich sich bei Aichach bald wieder der Schlendrian ein. Zudem bekam der starke Kreisläufer schon bald eine Pause auf der Bank.

So überstand der TSV diese wacklige Phase und ging bald wieder in Führung. Das Konterspiel blieb effizient, zudem half die Hereinnahme von Misel Hrgic, der auf Halbrechts kaum zu stoppen war. Bald war der TSV wieder mit drei Treffern in Front, und Aichach sollte diesem Rückstand bis zum Ende hinterherlaufen.

Der 33:29 (16:13) Derbysieg für Friedberg tat der guten Stimmung innerhalb den beiden befreundeten Fanlagern keinen Abbruch. Damit kann der TSV den Nachbarn in der Bezirksoberliga bis auf drei Zähler distanzieren. Am kommenden Sonntag wartet das vorletzte Saisonspiel, dann geht es zum Tabellenführer nach Gundelfingen.

Friedbergs-Trainerin Sandy Mair war zufrieden: „Insgesamt waren wir die etwas bessere Mannschaft. Unsere Konter waren heute sehr effizient, und bis auf gelegentliche Unkonzentriertheiten waren wir gut unterwegs. Ein Derbysieg ist immer schön, den hat sich die Mannschaft durch ihren guten Zusammenhalt auch völlig verdient.“

Domenico Giannino (gia)