Handwerkspräsident will langfristige Förderung beruflicher Bildung

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, fordert vor dem Hintergrund der drohenden Ausbildungskrise eine langfristige Stärkung der dualen Ausbildung. „Wir müssen die berufliche Bildung auch langfristig stärken“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Dafür muss die Politik schon jetzt weitere Weichen stellen, um Ausbildungsbetriebe auf der Kostenseite zu entlasten und die berufliche Bildung durch eine dem akademischen Bereich vergleichbare Förderung nachhaltig zu stärken.“

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Die Corona-Pandemie habe zu einer anhaltenden Verunsicherung bei jungen Menschen geführt, eine berufliche Ausbildung zu beginnen, so der Handwerks-Präsident. Man müsse deshalb jetzt alles dafür tun, jungen Menschen diese Verunsicherung zu nehmen. „Denn jeder Azubi, der heute nicht ausgebildet wird, wird uns in drei Jahren als qualifizierte Fachkraft fehlen.“ Ähnlich dem Impfturbo müsse jetzt der „Berufsorientierungs-Turbogang“ eingelegt werden. Konkret nannte Wollseifer unter anderem den massiven Ausbau digital vermittelter Berufsorientierung.