Happy New Year | Augsburger Panther starten mit Derbysieg gegen Ingolstadt in das neue Jahr

Die Augsburger Panther begannen das neue Jahr so, wie sie das alte aufgehöhrt hatten; mit einem Heimsieg. Dank eines 3:2 n.P. gegen den ERC Ingolstadt gab es für den AEV zwei wichtig Punkte.

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Foto: Dunja Dietrich

Nach dem Sieg kurz vor dem Jahreswechsel gegen Straubing wollten die Augsburger Panther heute gegen Ingolstadt so auch in 2022 starten. Zu Beginn war der AEV dann auch das aktivere Team. Aus einer kompakten Defensive heraus versuchten die Hausherren ihre Möglichkeiten zu kreieren. Erstmals richtig gefährlich wurde es in numerischer Überzahl. Nachdem ERCI-Angreifer Höfflin nach fünfeinhalb Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste, hatte Augsburg die Scheibe gekonnt laufen lassen, ein Treffer blieb ihnen aber noch verwehrt. Sie blieben aber weiterhin das bessere Team und belohnten sich für den guten Auftakt. 70 Sekunden vor der ersten Pause war es aber Clarke, der die in speziellen Neujahrs-Trikots aufgelaufenen Schwaben verdient in Führung bringen konnte. Ingolstadts Reich hatte gegen den platzierten Handgelenkschuss keine Abwehrchance.

Ein intensives Derby

Nach dem Seitenwechsel hatte Augsburg die Gelegenheit, mit einem Mann mehr nachzulegen, doch den Treffer hätten fast die Gäste erzielt. Nach einem schnellen Konter war es schnell gegangen, doch Feser jagte den Puck über das leere Tor (22.). Als allerdings wenig später mit Länger und Eisenmenger gleich zwei Panther gleichzeitig auf die Strafbank marschieren mussten, hat die Donaustädter reichlich Platz. Simpson wusste diesen Raum zu nutzen und konnte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck ausgleichen (25.). Ausgeglichen sollte es auch weitergehen. Temporeich gingen die intensiv arbeitenden  Teams zu Werke, dieses (Geister-)Spiel hatte bis auf die stimmungsvolle Atmosphäre vieles, was ein echtes Derby benötigt. Ingolstadt hätte mehrmals nachlegen können, was der gute Roy im Augsburg-Tor allerdings zu verhindern wusste.

Payerl sorgt für die erneute Führung

Weil Adam Payerl 15 Sekunden vor der zweiten Sirene mit einem trockenen Schlenzer dessen Gegenüber doch noch überwinden konnte, ging der AEV auch zum zweiten Mal mit einem knappen Vorsprung zurück in die Kabine. Bei einer Torschussstatistik von 24 zu 15 zugunsten der Rot-grün-weißen ein durchaus verdienter Zwischenstand nach vierzig Minuten.

Ingolstadt kommt zurück ins Spiel

Das Team von der Schanz versuchte mit großem Druck die verbliebene Spielzeit, die Augsburger hielten mit einer kompakten Defensive dagegen. Wirklich Luft schnappen konnten die Panther erst wieder, als sie nach einer Strafe gegen Ingolstadts DeFazio mit einem Mann mehr agieren durften. Doch statt das erlösende 3:1 zu erzielen, verloren sie einen Spieler. Saponari wurde nach einem Check vor dem ERCI-Tor von einem Lamb-Schuss im Gesicht getroffen. Verletzt war die Partie für den Stürmer schon neun Minuten vor dem Ende gelaufen. Trainer Mark Pedersen fehlte dadurch eine wichtige Option in der spannenden Schlussphase.

Die Spannung sollte sogar noch anwachsen, nachdem Marshall mit einem perfekten Überzahltreffer doch noch für die Blau-Weißen ausgleichen konnte. AEV-Kapitän Lamb hatte zuvor offensichtlich Gefallen an der Kühlbox gefunden und war direkt in seiner ersten Aktion nach der Rückkehr auf das Eis nach einem weiteren Foul zurückgeschickt worden. Ärgerlich, so wurde es nichts mit drei Punkten für die Augsburger Panther. Das gute Eishockeyspiel erhielt einen Nachschlag, da der letzte Versucht der Hausherren kurz vor Ablauf der Zeit am Pfosten gelandet war. Zuvor hatten die beiden guten Torhüter nichts mehr zugelassen, so musste der Sieger im Penaltyschießen gefunden werden. Während Clarke für den AEV getroffen hatte, konnte kein Oberbayer den „Hexer“ Roy überwinden. Augsburgs Schlussmann hielt den Zusatzpunkt mit einer starken Aktion gegen Pietta im Fanghandschuh fest.

Die Augsburger Panther beginnen das neue Jahr somit, wie sie das alte beendet hatten; mit einem Heimsieg.