Der Astrophysiker Harald Lesch schätzt den Einfluss der Fridays-for-Future-Bewegung im Kampf gegen den Klimawandel als hoch ein. Die Fridays-for-Future-Generation habe „einen unglaublich wichtigen, moralisch sauberen Punkt gemacht“, sagte er dem Magazin „Apotheken Umschau“.

Jede Generation von Kindern hätte das sagen können: „Was macht ihr mit unserer Zukunft?“ Weil die Bewegung „moralisch so klar“ sei, könne ihnen niemand widersprechen. „Und es ist ihnen gelungen, über die Neuen Medien eine Aufmerksamkeit zu schaffen, die früher unmöglich gewesen wäre.“ Da seien die digitalen Plattformen eine „großartige Sache“, sagte Lesch. Der Physiker selbst beschäftigt sich mittlerweile fast ausschließlich mit der Klimakrise und der Energiewende.

Denn die Lage sei extrem ernst. „Wir werden uns über viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, mit einer Klimaanpassung auseinandersetzen müssen“, sagte der Wissenschaftler. „Wir werden auf einer Erde zusammenleben, die deutlich wärmer ist als heute, mit katastrophalen Auswirkungen.“ Viele Menschen insbesondere in den Städten hätten relativ wenig Ahnung davon, was sich auf den Feldern und in den Wäldern abspiele.

„Da ist das Waldsterben der 1970er- und 1980er-Jahre nichts dagegen.“ Jeder Landwirt könne vom Wassermangel erzählen, und davon, dass es zu wenig Grundwasser gebe. „Die wissen: Die Klimakrise ist längst da“, so Lesch.

Foto: Fridays-for-Future-Protest, über dts Nachrichtenagentur

Harald Lesch Lobt Fridays For Future Generation