Nach der Auftaktpleite in Dortmund tat sich der FC Augsburg auch im ersten Heimspiel der neuen Saison schwer. Gegen Aufsteiger Union Berlin sollten die „Spiele beginnen“, stattdessen gab es ganz hartes Brot. Am Ende sollte es nur für ein Unentschieden genügen.

Foto: Sebastian Pfister

Für den FC Augsburg ging es im heutigen Heimauftakt gegen den Aufsteiger Union Berlin darum die derbe Pleite aus dem ersten Spiel bei Borussia Dortmund vergessen zu machen. Trainer Martin Schmidt verändert seine erste Elf für das Duell der beiden Auftaktverlierer auf drei Positionen. Die beim BVB so schwimmende Defensive wurde durch die beiden Neuzugänge Lichtsteiner und Jedvaj, sowie den zuletzt verletzten Max nahezu komplett neu zusammengestellt.

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„Lasset die Spiele beginnen“, unter diesem Motto hatten die Fans eine großartige Choreographie vor dem Spiel gestellt, den Mut römischer Legionäre ließen aber beide Teams in der ersten halben Stunde vermissen. Die Mannschaften zeigten zwar ein gewisses Engagement, mehr als ein Sommerkick auf Augenhöhe sollten die rund 27.700  Zuschauer  in den ersten 45 Minuten nicht zu sehen bekommen. Erst nach etwa 25 Minuten kamen beide Mannschaften, durch Niederlechner bzw. Ujah, zu ersten zaghaften Annäherungen an das gegnerische Tor. Zwar hatte Union-Schlussmann Gikiewicz nach einer Freistoßflanke von Max erstmals wirklich eingreifen müssen (32.), die mutigeren Aktion hatte in der Folge aber der Aufsteiger. Angetrieben von ihren stimmgewaltigen Schlachtenbummlern versuchten die Eisernen das erste Tor zu erzielen, Ujah konnte aber aus zwei guten Aktionen kein Kapital schlagen.

Nach dem 1:5 am ersten Spieltag, hatte die erste Hälfte nicht gerade Euphorie beim FCA ausgelöst. Gerade Manager Stefan Reuter schien nicht besonders angetan, immer wieder rief er wütend in Richtung des Spielfeldes. Trainer Martin Schmidt schien aber in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, seine Mannschaft kam mit einem ganz anderen Tempo zurück auf das Feld. Augsburg übernahm in den ersten Minuten das Ruder. Nach der ersten wirklich starken Aktion wurden sie dafür auch belohnt. Niederlechner hatte Schlotterbeck auf der rechten Seite stehen lassen, seine Hereingabe drückte Vargas zum 1:0 über die Torlinie (59.). Wenig später war für den Torschützen aber Schluss, angeschlagen räumte er seinen Platz für Richter. Entmutigt war Union durch das Gegentor allerdings noch lange nicht. Berlin brachte frische Kräfte für die Offensive und stellt den FCA damit vor schwierige Aufgaben. Kurz nach seiner Einwechslung hätte Polter bereits per Kopfball den Ausgleich erzielen können, doch Koubek kratze das Leder gerade noch so von der Torlinie (73.). Jetzt sollte in Augsburgs Hintermannschaft wieder das große Zittern beginnen.