Haunstetten sagt Spiel ab – Handballfrauen befürchten längere Pause

Lange Zeit sah es danach aus, dass die Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten am Samstagabend ihr zweites Heimspiel, sogar vor bis zu 50 Zuschauern, austragen können. Gegner wäre dabei der württembergische Traditionsverein TSV Heiningen gewesen. Allerdings entschloss sich Abteilungsleiter Herbert Vornehm nach den jüngsten Entwicklungen in Absprache mit Drittliga-Spielleiter Horst Keppler nun am Donnerstagabend zu einer Absage.

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Symbolbild

„Die Situation wurde immer unsicherer und alle Beteiligten wissen nicht mehr, wie sie mit den Gegebenheiten umgehen sollen oder können.“ Überhaupt steht aktuell noch in Frage wie es weitergeht im Raum: „Der Deutsche Handball-Bund gibt Anfang nächster Woche eine Einschätzung für die 3.Liga raus, ob sie zum Profi- oder Amateurbereich zu zählen ist, und dann stellt sich erst heraus, ob weiterhin Spiele stattfinden können,“ erklärt Vornehm. Trainer Max Högl zeigte sich zunächst richtiggehend schockiert: „Wir haben so lange darauf hingearbeitet und uns alle total gefreut, dass wir endlich wieder spielen durften. Und jetzt müssen wir wieder damit rechnen, dass alles stillgelegt wird.“

Sollte auch der Spielbetrieb in der 3.Liga bis Dezember ausgesetzt werden, scheint ein Start frühestens im Neuen Jahr möglich. „Allein wegen der Verletzungsgefahr kann ein Wettkampf nach so langer Pause nicht sofort stattfinden,“ beschreibt der Coach und fügt an: „Der erste Saisonsieg in Herzogenaurach hat unserer blutjungen Truppe einen riesigen Motivationsschub gebracht und sie wollen unbedingt zeigen, was sie können. Jetzt sind wir erst einmal ausgebremst.“

hv