Haus in Augsburg einsturzgefährdet – Sanierungskonzept erneut verschoben

Statiker entdecken baulich Neues zur Fundamentierung des einsturzgefährdeten Hauses in der Augsburger Innenstadt. Nun muss der Sanierungsumfang ermittelt werden.

Foto: Wolfgang Czech

 

Bei der Verfüllung der Hohlräume im evakuierten Haus „Oberer Graben 8“ haben die Fachleute kiesige Schichten (Kiespackungen) unter den vorhandenen Fundamenten entdeckt. Aus baufachlicher Sicht könnte dies für die erforderliche Instandsetzung der Fundamente eine insgesamt risikoärmere, schnellere und wirtschaftlichere Lösung als die bislang angedachte Variante ermöglichen. Es besteht demnach Hoffnung auf ein alternatives und bauwerksverträglicheres Instandsetzungskonzept, dessen Umsetzung weniger Zeit in Anspruch nehmen könnte, als bislang angenommen. Zur Absicherung ihres Befundes haben die beauftragten Statiker daher weiteren Untersuchungsbedarf zur Gründungssicherung angemeldet, um die Sachverhalte zweifelsfrei feststellen und ihre Relevanz bewerten zu können.

„Wir bedauern diese Umstände sehr“

Das Haus „Oberer Graben 8“, das im November aus Sicherheitsgründen evakuiert worden war, gehört einer von der Stadt Augsburg verwalteten Stiftung und wird vom Wohnungsund Stiftungsamt der Stadt Augsburg verwaltet. Laut Stiftungsamtsleiter Dieter Uitz verzögert sich durch die neuen baulichen Erkenntnisse ein konkretes Sanierungskonzept nun leider etwas. Zum Sanierungsumfang lassen sich ebenfalls noch keine endgültigen Angaben machen. „Für die betroffenen Bewohner und Geschäftsleute ist diese Situation alles andere als angenehm und schwer erträglich. Wir bedauern diese Umstände sehr. Denn die Auswertung der Ergebnisse wird voraussichtlich erst Ende Januar abgeschlossen sein, so dass das Sanierungskonzept bis Mitte Februar 2019 vorliegen wird“, so Uitz. Auch kann das Haus nicht vor oder während der Baumaßnahme zur Sicherung der Fundamente bewohnt und genutzt werden.

Mieter sind bereits informiert

Über den Stand der Entwicklungen für das Wohn- und Geschäftshaus „Oberer Graben 8“ hat das Wohnungs- und Stiftungsamt bereits alle betroffenen Bewohner und Gewerbemieter im persönlichen Gespräch sowie in einem Schreiben informiert. Auch wird für sie im Januar eine weitere kontrollierte Begehung in das Haus organisiert.