HC Landsberg | Zweimal gut gespielt und trotzdem verloren

Die Landsberg Riverkings spielten gegen Weiden und Selb jeweils recht gut, konnten aber beide Spiele nicht für sich entscheiden.

Hcl Selb
Foto: HCL

Zum Spiel am 2. Weihnachtsfeiertag gastierten die Blue Devils aus Weiden im Landsberger Eisstadion. Nach dem der HCL gleich in den ersten Sekunden den ersten Angriff auf das Weidner Tor fahren konnte, traf im Gegenzug – es war noch keine Minute gespielt – Edgars Homjakovs zur 1:0 Führung für die Gäste. In der Folge kam Landsberg immer besser ins Spiel und machte durchgängig viel Druck auf das Tor von Blue Devils Torwart Philip Lehr. Lediglich ein Tor wollte bis zur ersten Drittelpause nicht fallen. Es dauerte bis zur 25. Spielminute ehe die Riverkings ausgleichen konnten. In Überzahl bediente Neuzugang Mathias Jeske Adriano Carciola, dieser schoss aus halblinker Position und den darauffolgenden Abpraller konnte Chris Mitchell eiskalt versenken. Landsberg weiterhin mit einem deutlichen Chancenplus, ein Tor wollte aber weiterhin nicht fallen und so war es in der 31. Spielminute an Weiden, einen der wenigen Angriffe auf das Tor von HCL Goalie Michael Güßbacher erfolgreich abzuschließen. Marco Habermann nutzte die Inkonsequenz der Landsberger Verteidiger und versenkte ebenfalls einen Abpraller aus kürzester Distanz zum 1:2. Als fünf Minuten später Marius Schmidt in Überzahl auf 1:3 erhöhen konnte, schien das Spiel bereits verloren. Das Team von Trainer Fabio Carciola machte aber weiterhin viel Druck, es scheiterte lediglich an der mangelhaften Chancenverwertung. Dieses Manko setzte sich zunächst auch im letzten Drittel durch. In der 45. Minute war es dann endlich soweit. Michael Fischer schoss die Scheibe von hinter dem Tor kommend aus spitzem Winkel aufs Tor und Jonas Schwarzfischer nutzte den Abpraller mit einem strammen Schuss ins Kreuzeck zum 2:3 Anschlusstreffer. Leider blieben die Landsberger Angriffsbemühungen bis zum Schluss nicht von Erfolg gekrönt und so blieb es bei der knappen 2:3 Niederlage. In diesem Spiel wäre deutlich mehr drin gewesen, das Schussverhältnis von 65 zu 21 Schüssen zu Gunsten des HCL zeugt von deutlichen Verbesserungen im Landsberger Spiel.

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Zwei Tage später kam es zum Duell gegen den Oberliga Spitzenreiter Selber Wölfe. Wie bereits im Spiel zuvor startet Landsberg gut in den ersten Spielabschnitt und zeigte von Beginn an viel Zug auf das Tor der Gäste. Allerdings zeigte sich hier auch wieder das derzeitige Manko: Es scheitert am Abschluss. Zwar generiert man zahlreiche Chancen, einzig der Abschluss ist oftmals zu harmlos. Der zwar bemüht agierende, aber im Abschluss ungefährliche Hayden Trupp, Adriano Carciola und einige andere scheiterten an Selbs glänzend aufgelegten Schlussmann Florian Mnich ehe in der 10. Minute Mauriz Silbermann auf Seite der Oberfranken auf der Strafbank Platz nehmen musste. Landsberg fand schnell in die Powerplayaufstellung, allerdings kassierte man nach einem schlechten Pass an die blaue Linie einen Konter, den Nicholas Miglio eiskalt zum 0:1 abschloss. Allerdings konnten die Riverkings im Anschluss umgehend zurückschlagen. Keine Minute später traf Marc Krammer nach Vorarbeit von Marvin Feigl und Sven Gäbelein zum 1:1 Ausgleich. Als kurze Zeit später Christopher Mitchell für zwei Minuten auf die Strafbank musste, war es Steven Deeg, der zur abermaligen Führung der Gäste traf. In der Folge erarbeitete sich Landsberg weitere Chancen, leider ohne Erfolg. Und so ging es trotz 21 zu 7 Torschüssen zu Gunsten der Gastgeber mit einem 1:2 Rückstand in die Pause.

Im zweiten Drittel lies der Landsberger Angriffsdrang etwas nach und die Gäste gewannen etwas die Oberhand. Nach einem schnellen Konter in der 25. Spielminute traf Lukas Slavetinsky zum 1:3. Nur kurze Zeit später blieb HCL Stürmer Dennis Sturm nach einem Foul verletzt am Boden liegen. Maximilian Otte nahm auf Selber Seite dafür auf der Strafbank Platz. Als sich dann auch noch Nicholas Miglio dazu gesellte, bot sich Landsberg in doppelter Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer. Allerdings verteidigte der Spitzenreiter jetzt sehr aggressiv und extrem stark in der eigenen Zone und so bleib diese große Chance ungenutzt.

In der Folge kontrollierte Selb den Rest des zweiten Spielabschnitts ohne recht zwingend zu sein und so ging es dann auch mit dem Stand von 1:3 in die zweite Pause.

Im letzten Drittel kam der HCL wieder besser ins Spiel, einzig die Tore wollten, wie so oft, nicht fallen. So war es dann auch Selb vorbehalten den letzten Treffer der Partie zu erzielen. Brad Snetsinger traf zum 1:4 Endstand im Powerplay.

Für die Riverkings steht nun am 30.12. im letzten Spiel des Jahres 2020 das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn Passau auf dem Programm. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Riverkings in den nächsten Spielen für couragierte Auftritte selbst belohnen werden. Dazu muss sich allerdings die Chancenverwertung deutlich verbessern.