Heute muss der erste Heim-Auftaktsieg her – Der FC Augsburg empfängt Aufsteiger Union Berlin

Der Saisonauftakt ging in Dortmund kräftig in die Hose. Und auch die Vorzeichen für den Heimauftakt gegen Aufsteiger Union Berlin sind nicht nur gut. Noch nie konnte der FCA einen Bundesliga-Heimauftakt für sich entscheiden.

Deprimierend, ernüchternd und beängstigend lauteten die meistgefallenen Worte, wenn man sich während dieser Woche mit den Trainingskiebitzen am Trainingsplatz des FC Augsburg unterhalten hatte. Nicht das man in Dortmund mit 1:5 verloren hatte, sondern wie beschäftigt die Fans. Gerade in der zweiten Halbzeit hatten die Borussen Augsburg phasenweise vorgeführt, das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können. Das Positive des ersten Spieltags war, dass man nun bereits gegen einen der beiden Meisterschaftsfavoriten gespielt hat. Zum Heimauftakt steht da wohl ein ganz anderes Kaliber bevor.

Aufsteiger Union Berlin reist zu seinem ersten Bundesliga-Auswärtsspiel nach Schwaben an. Auch die Eisernen sind zum Saisonstart unter die Räder gekommen. In der heimischen Alten Försterei gab es im Ostduell gegen Leipzig eine derbe 0:4-Klatsche. Heute kommt es also zum ersten Kellerduell der noch jungen Spielzeit. Der 17. erwartet das Schlusslicht. Schon am heutigen zweiten Spieltag könnte diese Partie den Weg für die gesamte Saison aufzeigen.  „Aus Augsburger Sicht ist ein Sieg sicherlich Pflicht, aber es liegt an uns ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen“, so Union-Coach Urs Fischer. Was er sagen will: Der FCA muss das Spiel machen, seine Truppe kann sich auf die Abwehrarbeit und Konter konzentrieren. Somit überlässt der Schweizer der Mannschaft seines Landsmannes Martin Schmidt die Aufgabe, die ihr zumeist am wenigsten schmeckt, selbst das aktivere Team zu sein.

Für den Horrorauftakt in Dortmund war allerdings nicht nur die fehlende offensive Durchschlagkraft verantwortlich, vielmehr fehlte es an Einsatzbereitschaft und Defensivverhalten. An sich Ur-Augsburger Tugenden. Um hier Abhilfe zu schaffen wurden unter mit Stephan Lichtsteiner und Tin Jedvaj noch zwei Verstärkungen für den Abwehrverbund verpflichtet. Beide werden wohl bereits heute zum Einsatz kommen, und dem gegen den BVB alleingelassenen Keeper Koubek unterstützen. Mit Max und Finnbogason könnten zudem zwei zuletzt verletzte Spieler wieder für mehr Qualität und Optionen sorgen. Sollten diese Änderungen heute greifen, dann könnte es mit dem ersten Sieg in einem Bundesliga-Heimauftakt klappen. Dann wär der deprimierende Auftakt zumindest ein stückweit wieder gut gemacht. „Natürlich sind wir den Fans, die uns immer treu unterstützen, eine gute Leistung zuhause schuldig“, weiß auch Schmidt.

Die voraussichtliche Aufstellung

Koubek – Lichtsteiner, Jedvaj, Suchy, Pedersen – Gruezo, Baier – Hahn, Richter, Vargas – Niederlechner