„Heute war das schlechteste Spiel bisher“ | Die Stimmen zur Niederlage des FCA gegen Hertha BSC

Zu einer schwachen und mutlosen Leistung gesellte sich auch noch Pech, so dass sich der FC Augsburg gegen Hertha BSC geschlagen geben musste. Wir haben ihnen zusammengefasst, was die Beteiligten nach dem Spiel zu sagen hatten.

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Der FCA konnte sich gegen Hertha nur selten in Szene setzen. Hier Hahn gegen Pekarík | Foto: Krieger

Felix Uduokhai: „Die Nominierung zur Nationalmannschaft hat mich während des Spiels überhaupt nicht beschäftigt, mein Fokus lag nur auf dem Spiel gegen Hertha. Ich bin enttäuscht über die Niederlage und besonders über den Spielverlauf. Kurz vor der Pause haben wir ein ganz knappes Abseitstor erzielt und quasi im Gegenzug passiert der Elfmeter. In der Situation muss ich den Ball besser mit dem Fuß klären. Die Aktion tut mir leid für die Mannschaft und ich hoffe, dass Jhon Cordoba nicht schwer verletzt ist. In der Situation hatte ich nur Augen für den Ball und habe ihn daher nicht gesehen. Auch nach dem 0:2 haben wir alles versucht, der Anschlusstreffer ist uns aber nicht gelungen. Insgesamt ist der Berliner Sieg verdient, auch wenn das 0:3 frustrierend ist.“.

Florian Niederlechner: „Das war heute kein gutes Spiel von uns. Nach dem 0:2 war es enorm schwer, noch einmal zurückzukommen. Bereits das 0:1 war mehr als unglücklich, beide Teams hatten so gut wie keine Chancen in Halbzeit eins. Wir lassen uns aber nicht von unserem Weg abbringen und sind nach dem siebten Spieltag weiterhin im Soll.“

Jeffrey Gouweleeuw: „Auch wenn wir in der Tabelle vor Hertha standen, wussten wir, dass sie enorm stark sind. Sie haben heute am Ende verdient gewonnen. In der ersten Hälfte hatten wir Pech, dass wir nach der knappen Abseitsentscheidung nicht durch André in Führung gehen. Am Ende war heute nicht unser Tag, dennoch hat diesen Saisonstart keiner erwartet. Wir hatten ein schweres Programm und können mit den zehn Punkten zufrieden sein.“

Spielbericht: Dem FC Augsburg fehlt der Durchblick – Niederlage im Nebelspiel gegen Hertha BSC

Matheus Cunha (Hertha BSC): Das war ein wichtiger Sieg in einem wichtigen Spiel. Wir haben als Team viel investiert und uns auf dem Feld gegenseitig geholfen, das war wichtig. Nach der Führung und vor allem nach dem zweiten Tor, hatten wir dann immer mehr Platz und haben noch das dritte Tor nachgelegt. Beim Elfmeter schaue ich immer auf den Torwart und seine Bewegungen – ich habe ihn in der Szene ein wenig ausgeguckt und dann zum Glück auch getroffen.

Dodi Lukébakio (Hertha BSC): Es ist wichtig für uns, dass wir vor der Länderspielpause einen Sieg eingefahren haben. Eine 1:0-Führung im Fußball bedeutet noch nichts, deshalb war es klar für uns, dass wir weiter Vollgas geben müssen und kein Gegentor kassieren dürfen. Krzysztof hat mich gesehen und eine Flanke auf mich gespielt, der Verteidiger konnte nicht klären und ich habe die Aktion dann vollendet. Der Plan von Bruno Labbadia war perfekt, es war aber nicht nur der Trainer, sondern auch die Spieler. Definitiv haben wir Qualität im Kader, für uns geht es darum, Spiele zu gewinnen, um Selbstvertrauen für die nächsten Partien zu sammeln.

Krzysztof Piątek (Hertha BSC): Ich bin sehr froh, dass ich dem Team helfen konnte und wir hier gewonnen haben, das war sehr wichtig. Mein Tor tut mir natürlich gut. Für mich persönlich war es wichtig, mal wieder länger auf dem Platz stehen zu können, so konnte ich mich mehr einbringen.

Stefan Reuter  (Sportgeschäftsführer Augsburg): „Uns hat in der ersten Halbzeit der Mut gefehlt“

Heiko Herrlich (Trainer Augsburg): “ Wir wollten sie durch Umschaltmomente in Druck bringen, das ist uns erst relativ spät gelungen. Wir haben insgesamt nicht gut gespielt, es nicht gut gemacht.Heute war das schlechteste Spiel bisher. Beim eigenen Ballbesitz hat uns der Mut gefehlt. Wir sind spät in das Spiel reingekommen, haben uns wenig zugetraut. Und das“

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): „Es war ein sehr souveräner Auftritt von meiner Mannschaft. Augsburg ist eine top organisierte Mannschaft, da ist es wichtig, die nötige Geduld aufzubringen. Wir haben es gut gemacht und haben dem Gegner keinen Zugriff gelassen. Wir haben daran angeknüpft, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben. Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben.“