Heute zählt es! | Augsburger Panther wollen mit Sieg über die Bílí Tygři Liberec ins CHL-Achtelfinale einziehen

Es läuft nicht rund beim AEV. Die Augsburger Panther hatten zuletzt drei Mal in Folge in der DEL verloren. Heute ist aber wieder Europapokal angesagt, bisher zeigten sie dort die besten Saisonleistungen. Sollte dies gegen die Bílí Tygři Liberec wieder so sein, lockt das Achtelfinale der Champions Hockey League.

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Matt Fraser hatte sich in der CHL als Torjäger gezeigt. Heute dürfte es auch auf ihn wieder ankommen. | Foto: Eduard Martin

Wer sich in diesen Tagen etwas durch die sozialen Netzwerke klickt, der findet jede Menge verärgerte Kommentare über die Augsburger Panther. Nach zuletzt drei DEL-Niederlagen in Serie, und der durch die überragende Vorsaison im Umfeld gestiegenen Erwartungen überrascht dies wohl wenig. Zu fehlerhaft agierte der AEV oftmals in der Defensive, zu wenig effizient im Angriff. Mit 8 Punkten aus neun Spielen liegt man aktuell auf dem 12.Rang und damit auch hinter dem eigenen Anspruch.

Mit einem Sieg ins Achtelfinale

Heute Abend aber gilt es. Heute Abend könnte eine dieser so oft zitierten magischen Europapokalnächte werden. Davon hatte der AEV in dieser Saison schon mehrere. Zweimal konnte man Belfast schlagen, gegen das schwedische Topteam aus Luela drei Punkte holen. Insgesamt konnte man auch hier acht Zähler sammeln. Als Tabellenzweiter fehlen dem Team von Trainer Tray Tuomie vor den beiden abschließenden Partien gegen die Mannschaft aus der Augsburger Partnerschaft Liberec (Reichenberg) noch zwei Pünktchen. Diese möchte man nach Möglichkeit schon heute im Curt-Frenzel-Stadion einfahren (19:30 Uhr). Einfach wird dies aber sicher nicht.

Tschechiens Spitzenreiter reist an

Ein Blick auf die Tabelle der tschechischen Extraliga genügt. Die letzten drei Partien konnten gewonnen werden. Mit 19 Punkten aus acht Spielen führen die „weißen Tiger“ die starke Liga derzeit an. Die in Augsburg kritisierte Chancenverwertung kennt man in Böhmen im Moment nicht. Bereits 39 Mal durften die Fans aus Liberec in dieser Saison jubeln, keine Mannschaft erzielte mehr Tore. Unter den zehn besten Scorern der Liga findet man derzeit vier Spieler des Tabellenführers, alleine Michal Birner konnte schon 14 Punkte sammeln (5 Tore/9 Vorlagen). Wenn Augsburg gegen diese starke Truppe heute etwas ausrichten möchte, müssen die Möglichkeiten vor dem Gästetor genützt werden, dort scheint die Schwachstelle der Bílí Tygři zu sein. 30 Gegentore mussten sie bereits hinnehmen, nur Aufsteiger Kladno kassierte einen Treffer mehr.Chl Aev Liberec

„Freundschaftsspiel“?

Für beide Mannschaften geht es heute um viel. Augsburg will den Einzug in die K.O.-Runde feiern, Liberec dies mit einem Auswärtssieg verhindern und die eigene Chance am Leben halten. Zeit für freundschaftliche Gefühle wird es gegen das Team aus der Augsburger Partnerstadt deshalb sicher nicht geben. Auch ein Rahmenprogramm ist weder in der Stadt noch im Stadion vorgesehen, das Spiel liegt im Fokus. Das dieses Aufeinandertreffen etwas besonderes ist, zeigt sich aber an der Gästeliste.

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Beim Spiel sind auch Vertreter der Stadt Augsburg und ihrer Partnerstadt Liberec im Stadion: In Vertretung von OB Dr. Gribl führt Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer heute Abend eine kleine Liberecer Delegation ins Stadion. Ihr gehören Primator Jaroslav Zámecnik, sein Stellvertreter Jiri Nemecek, sowie die Partnerschaftsbeauftragte Mila Charyparova an. Die Stadt Augsburg werden die Partnerschaftsbeauftragte Pia Schaller, Sportreferent Dirk Wurm und Sportausschussvorsitzender Peter Uhl vertreten.

Zum Rückspiel am 16. Oktober in Liberec sind dann Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer und Partnerschaftsbeauftragte Pia Schaller Gäste von Primator Zámecnik.

Fans rufen „Fahnentag“ aus

Ganz ohne stimmungsvollen Rahmen wird es aber dann auch heute nicht bleiben. Die organisierten Fans haben zum „Fahnentag“ aufgerufen. Alle Fans sollen zu diesem Spiel ihre Fahnen und Fähnchen mit ins Stadion bringen und so für ein tolles Bild sorgen. Wer weiß, vielleicht dürfen sie die rot-grün-weißen Banner dann nach dem Spiel sogar für einen CHL-Achtelfinalisten aus Schwaben schwenken.