„Hirblinger Doppelmord“ | BGH bestätigt das Urteil – Täter muss lebenslage Haftstrafe antreten

Das Urteil gegen Waldemar Neustett im sogenannten Hirblinger Doppelmord ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf in den letzten Tagen die Revision gegen den Schuldspruch des Landgerichts Augsburg.

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Die beiden Frauen wurden offenbar in ihrer eigenen Wohnung in Hirblingen erstochen.
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Am 09. Dezember 2016 hatte Waldemar Neustett Beate N. sowie ihre 49-jährige Lebensgefährtin Elke W. in deren gemeinsamen Haus in Gersthofen-Hirblingen überfallen. Einige Tage später konnte er festgenommen werden.

Die Richter des Augsburger Landgerichts kamen zu der Überzeugung Neustett hatte sich Zutritt in die Wohnung der Frauen verschafft, um an die Bankkarten der Beiden zu kommen. Unter Gewalteinwirkung war es ihm wohl gelungen an die dazugehörigen PIN-Nummern zu kommen. Anschließend hatte er die Frauen in den Keller gebracht und dort mit dutzenden Stichen mit einem mitgebrachten Messer gemeuchelt. In den folgenden Tagen soll er die Leichen in einem Erdloch nahe der Schmutter vergraben haben.

Gestanden hatte Neustett die Tat nie, auch in der Hauptverhandlung hatte er geschwiegen. Für das Schwurgericht aber waren die Indizien mehr als ausreichend. Sie verurteilten ihn wegen zweifachem Mord zu einer lebenslangen Haftstrafe. Wegen der besonderen Schwere der Tat wird er wohl nicht vor 25 Jahren wieder aus dem Gefängnis kommen können (wir berichteten).

Neustetts Verteidiger Walter Rubach und Hansjörg Schmid sahen die Schuld aber alles andere als erwiesen an. Sie hatten Freispruch für ihren Mandanten beantragt und Revision eingereicht, der Bundesgerichtshof hat diese nun am 01.08.2018 verworfen.

Das Urteil des Landgerichts Augsburg ist damit rechtskräftig.