Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter | Patiententagung des bundesweiten Behandlungsnetzwerks HIT in Augsburg

Bonn/Augsburg/AR/KPP – Am 9. und 10. März 2018 findet in Augsburg die 16. Tagung des bundesweiten Behandlungsnetzwerkes HIT statt. Tagungsthema sind „Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter“. Zu der zweitägigen und in dieser Form in Deutschland einzigartigen Veranstaltung der Deutschen Kinderkrebsstiftung (DKS), die an der Universität Augsburg stattfindet, werden rund 450 Ärzte, Wissenschaftler, Dokumentare, Mitarbeiter der psychosozialen Dienste, Pflegepersonal sowie Patienten und betroffene Eltern aus ganz Deutschland erwartet. Die DKS unterstützt das HIT-Netzwerk jährlich im Durschnitt mit rund drei Millionen Euro.

Bildschirmfoto-2018-02-27-um-11.24.20 Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter | Patiententagung des bundesweiten Behandlungsnetzwerks HIT in Augsburg Freizeit Gesundheit News Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter HIT | Presse Augsburg

Etwa 400 Kinder und Jugendliche erkranken pro Jahr in Deutschland an einem Hirntumor. Noch immer sind Hirntumoren die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen bei Kindern. Die Förderung von Studien im Behandlungsnetzwerkes HIT zu Diagnostik, Therapie und Überlebensqualität ist ein Förderungsschwerpunkt der Deutschen Kinderkrebsstiftung, in der Hoffnung die Möglichkeiten für die Betroffene weiter zu verbessern.

Schwerpunkte des diesjährigen Programms bilden die Themenbereiche präzise Diagnostik und individualisierte Therapie, Kinderneurochirurgie, Nachsorge und der (Wieder)-Einstieg in Schule und Beruf sowie Workshops und Gesprächsrunden, in denen Patienten und Eltern sich direkt mit Experten der Kinderkrebsheilkunde austauschen können. Ein zentrales Anliegen ist es hierbei auf die Ängste und Nöte der betroffenen Familien einzugehen. Mit der Tagung, die Patienten und Eltern einen offenen Dialog mit den Experten ermöglichen soll, wird eine Reihe von Studien- tagungen und Treffen aller an der Behandlung pädiatrischer Hirntumorpatienten beteiligten Experten und Kliniken fortgesetzt.

Veranstalter der HIT-Tagung ist die Deutsche Kinderkrebsstiftung in enger Kooperation mit dem Schwäbischen Kinderkrebszentrum am Klinikum Augsburg und mit der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg. Die wissenschaftliche Leitung der Tagung liegt bei Prof. Dr. Dr. med. Michael C. Frühwald und Dr. med. Astrid K. Gnekow, Klinik für Kinder- und Jugendliche, Schwäbisches Kinderkrebszentrum Augsburg.

Das bundesweite Behandlungsnetzwerk HIT

Zusammen mit der Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde, der GPOH, hat die Deutsche Kin- derkrebsstiftung im Jahr 2000 das Behandlungsnetzwerk HIT, ein Verbundforschungsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren, ins Leben gerufen. Hirntumoren machen in Deutschland mit rund 400 Neuerkrankungen jährlich bei Kindern rund 20 Prozent aller bösartigen Erkrankungen aus.

Im HIT-Netzwerk, gefördert von der Deutschen Kinderkrebsstiftung mit jährlich rund drei Milli- onen Euro, sind bundesweit acht Therapieoptimierungsstudien für die einzelnen Hirntumorarten mit studienübergreifenden Referenzeinrichtungen für Neuropathologie, Neuroradiologie, Liquordiagnostik und Strahlentherapie verbunden.

Im Rahmen des Förderungsschwerpunktes HIT veranstaltet die Deutsche Kinderkrebsstiftung jährlich an wechselnden Standorten eine bundesweite HIT-Netzwerk-Tagung, die dem Wissens- und Erfahrungsaustausch aller an der Behandlung von Kindern mit Hirntumoren Beteiligten dient. Alle zwei Jahre nehmen an diesen Tagungen auch Patienten und Angehörige teil und nutzen die Gelegenheit zum offenen Dialog mit den Experten und zum Austausch untereinander.

Die überregionale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche stellt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Behandlung, Diagnostik und Nachsorge von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren dar. Vorteile und Ergebnisse des Behandlungsnetzwerks HIT kommen den jungen Patienten im gesamten deutschsprachigen Raum, unabhängig von ihrem Wohnort, zugute.