Historisch und doch topaktuell – die Hanhart Pioneer One Fliegeruhr im Presse Augsburg-Test

Mit dem 2018 vorstellten Modell Pioneer One orientiert sich der Uhrenhersteller Hanhart an seinem historischen Vorbild, dem Hanhart Chronographen 417 Kaliber 42 aus den 1950er Jahren, von dem insgesamt nur 1.000 Stück für die Luftwaffe der Bundeswehr gebaut wurden. Presse Augsburg hat sich das neue Modell etwas näher für Sie angesehen.

Eine Marke zum Anfassen

Seit 1882 stellt Hanhart Uhren (zunächst Stoppuhren) her, die Perfektion mit unverwechselbarem Design vereinen. Und das alles Made in Germany. Denn Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der mechanischen Meisterwerke sind in Gütenbach im Schwarzwald angesiedelt.  Direkt daneben präsentiert sich in einem ehemaligen Werkstattraum das neu Hanhart Museum und verbindet mit großen lichtdurchfluteten Fenstern Hanharts lange Tradition mit dem fachlichen Know-How von heute.

Und wer sich seine nächste Hanhart vor dem Kauf noch ganz genau ansehen möchte, der ist im Showroom genau richtig. Dort wird die aktuelle Hanhart Kollektion an exklusiven Armbandchronographen sowie hochwertigen mechanischen Stoppuhren ausgestellt. Besucher haben die Möglichkeit sich professionell aus erster Hand beraten zu lassen, die verschiedenen Modelle anzuprobieren sowie diese direkt zu erwerben – auch die neue Pioneer One. Sie gehört mit einem Preis von 890 Euro zu den Einstiegsmodellen der Uhrenschmiede, aber man erhält mit einem stattlichen Durchmesser von 42mm und einer Höhe von 12mm eine waschechte Fliegeruhr, die auch sonst alle wesentlichen Merkmale einer Hanhart aufweist. Die markante, kannelierte (geriffelte) und stufenlos in beide Richtungen drehbare Lünette inkl. Indexpunkt mit rotem Keramiklack auf 12 Uhr ist dabei damals wie heute ein echter Eyecatcher.

Das satinierte Edelstahlgehäuse und das verbaute höchst kratzfeste und entspiegelte Saphirglas ist druckfest und wasserdicht bis zu 10 bar, was einer Wassertiefe von ca. 100 Metern entspricht.

Video zur Hanhart Pioneer One

Das durch die großen arabischen Ziffern sehr gut ablesbare Zifferblatt ist in zwei Versionen zu haben, schwarz und weiß. Für Durchblick in der Dunkelheit sorgt eine Super-LumiNova®-Beschichtung der Indizes und der Zeiger. Ein hochwertiges, weiches Kalbslederarmband in braun oder schwarz mit Nieten sorgt für ein angenehmes Tragen der Uhr.

Im Inneren der Uhr arbeitet ein Sellita SW 200 Automatikwerk mit 30 Steinen und einer Gangreserve von bis zu 38 Stunden. Im Presse Augsburg-Test erwies sich das Werk als höchst präzise: Die Gangabweichung auf der Zeitwaage betrug lediglich +1 Sekunde am Tag, ein Abfallfehler (sog. Beat Error) war nicht vorhanden (0,0). Der verbaute Sichtboden ermöglicht einen Blick auf die feine Mechanik und auf das Schwungrad mit schöner „Hanhart“-Ausfräsung.

Geliefert wird die Uhr anders als bei den meisten Uhrenherstellern nicht in einer Box, sondern in einer edlen und praktischen Ledermappe, mit der die Uhr auch sicher mit auf Reisen genommen werden kann.

Technische Daten:

  • Gehäuse: Satinierter Edelstahl. Durchmesser 42 mm, Höhe 12 mm, kannelierte, beidseitig stufenlos drehbare Lünette mit rotem Indexpunkt aus Keramik, verschraubter Gehäuseboden, wasserdicht bis 10 ATM
  • Glas: innen einseitig entspiegeltes Saphirglas
  • Zifferblatt: Optional schwarz oder weiß mit Super-LumiNova®-beschichteten, lumineszierenden, arabischen Ziffern und Zeigern
  • Werk: Automatisches Werk Sellita SW 200 28.800 A/h, 4 Hz, 30 Steine, Gangreserve 38 Stunden Durchmesser 25,6 mm / Höhe 4,6 mm
  • Funktionen: Dreizeigeruhr mit Zentralsekunde, Datum bei 3 Uhr
  • Armband: Braunes Kalbsleder mit Nieten und Dornschließe aus Edelstahl Anstoßbreite 22 mm

Fazit

Für aktuell 890 Euro erhält man mit der Hanhart Pioneer One eine sehr gut verarbeitete, präzise und aufgrund ihrer Schlichtheit sehr elegant wirkende Fliegeruhr, die sich dank der kannelierten Lünette samt rotem Keramikindex von der Masse abhebt. Hervorzuheben ist auch, dass nicht nur der Vertrieb und die Entwicklung in Deutschland angesiedelt ist, sondern dass auch die eigentliche Herstellung in Deutschland erfolgt.

Alle Bilder der Hanhart Pioneer One