Augsburger Rentner mit Telefonbetrugsmasche doppelt betrogen

Besonders dreist und verwerflich gingen Telefonbetrüger bei einem 77-jährigen Rentner vor und schädigten ihn gestern erneut finanziell.

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Symbolbild

Der Mann wurde bereits vergangenes Jahr Opfer, als er einen Telefonanruf von der angeblichen Stadtsparkassenzentrale in Frankfurt erhielt, indem ihm mitgeteilt worden war, dass sein Konto gesperrt wurde. Da der Rentner zu diesem Zeitpunkt zufällig tatsächlich nur noch einen minimalen Bargeldbetrag im Geldbeutel hatte, geriet er in Panik. Die Anruferin der Zentralstelle konnte ihn jedoch sofort beruhigen, weil er ja insgesamt 36.000 Euro gewonnen habe, die allerdings in der Türkei bereit liegen würden. Aus diesem Gewinn hätte die Bank mit Spekulationen sogar 48.000 Euro erzielt. Diese 12.000 Euro Überschuss müsse er aber zurückzahlen. Dazu sollte er das Geld in drei Tranchen in die Türkei überweisen, dann würde sein Gewinn freigegeben. Genau dieses tat der Rentner dann auch, seinen angeblichen Gewinn hat er jedoch nie erhalten…

Gestern (13.11.2017) setzten die Telefonbetrüger dann noch einen drauf: Diesmal rief ein männlicher Gesprächsteilnehmer bei dem Senior an und gab an von einer Gesellschaft zu sein, die sich um Geschädigte von Betrugsdelikten kümmert. Sein Fall wäre auch darunter und der entstandene finanzielle Schaden von vor einem Jahr soll ihm jetzt wieder ersetzt werden. Zu diesem Zweck müsste der Senior lediglich 700 Euro Gebühren überweisen – was der gutgläubige Rentner in hoffnungsvoller Erwartung auf Rückerstattung seines bereits längst abgeschriebenen Geldbetrages auch diesmal wieder veranlasste…