Hockey statt Karneval | ESV Buchloe erwartet die Kempten Sharks zum Allgäu-Derby

Zu doch eher ungewohnter Zeit wartet auf den ESV Buchloe am Dienstagabend das nächste Heimspiel in der Aufstiegsrunde. Ab 20 Uhr empfangen die Piraten dabei in der heimischen Sparkassenarena den Allgäuer Rivalen Kempten zum Derby. Hockey statt Karneval lautet also das Motto für die Pirates, die nach dem punktelosen letzten Wochenende im Kampf um Platz 4 nun gehörig unter Zugzwang geraten sind. Wenn man im Rennen um die Playoff-Plätze noch einmal ein Wörtchen mitreden möchte, müssen gegen die Sharks wohl zwingend Punkte her – auch wenn das gegen einen starken Gegner ein enorm schwieriges Unterfangen werden dürfte.

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Foto: Wolfgang Czech

Wie man den Tabellendritten aus der Allgäu-Metropole knacken kann, haben die Piraten erst vor gut eineinhalb Wochen im Hinspiel gezeigt. Dort gewann man im Kemptener Haifischbecken mit 4:3 und entführte drei wichtige Punkte. Mindestens genauso wichtig wäre ein erneuter Erfolg über den Rivalen auch im Rückspiel, denn nachdem die Piraten beide Spiele am vergangenen Wochenende verloren haben, ist der Abstand auf Rang 4 mittlerweile auf ganz sechs Punkte angewachsen. Jedoch haben es die Buchloer trotzdem noch in eigener Hand, wenngleich die Hürden dafür enorm schwer und hoch sind. Denn die viertplatzierten Amberger haben zwar wie geschrieben momentan sechs Punkte Vorsprung, aber auch schon zwei Spiele mehr absolviert. Für die Buchloer heißt die Devise also weiter von Spiel zu Spiel zu schauen und möglichst keine Punkte mehr abzugeben. Dass dies eine Herkulesaufgabe wird, ist jedoch auch klar. „Die Mannschaft hat Charakter und wird solange es rechnerisch möglich ist alles geben“, zeigte sich Piraten-Coach Christopher Lerchner schon nach dem enttäuschenden Wochenende in Peißenberg kämpferisch.

Zu verlieren haben die Piraten in jedem Fall nichts. Schließlich spielt man bis dato eine hervorragende Saison mit der Aufstiegsrunde als Zugabe. Dass man dort nach den beiden bitteren Niederlage zuletzt ein doch recht aussichtsreiche Ausgangslage im Kampf um die Halbfinalplayoffs liegen gelassen hat, ist jedoch bitter. Vor allem das Freitagsspiel gegen direkten Konkurrenten Amberg war dabei besonders schmerzvoll, wo sich die Piraten wieder einmal im Schlussdrittel um die bis dato geleistete Arbeit gebracht haben. „Die Jungs haben mehrfach brutale Spiel abgeliefert“, lobt Lerchner und ärgert sich zugleich aber auch über die vor allem zu Hause zum Teil leichtfertig liegengelassenen Punkte. „Wir haben uns leider in der Aufstiegsrunde vor allem auf eigenem Eis zu oft selbst geschlagen.“  Dass man es dieses Mal am Dienstag im Derby gegen die Sharks besser machen will, hoffen daher nicht nur die Fans.

Die Vergleiche gegen die sicherlich leicht favorisierten Sharks, die mit einem Sieg ihr Playoff-Ticket fast schon sicher buchen könnten, haben schließlich schon seit Jahren ihren ganz besonderen Reiz und ihre eigenen Gesetze. Soll es mit dem zweiten Derbysieg binnen weniger Tage klappen, muss aber vor allem die Defensive wieder kompakter und disziplinierter stehen, wie dies am Sonntag in Peißenberg der Fall war. Denn Kempten besitzt vor allem in der Offensive enorme Qualität, weshalb der ESC nicht überraschend den torgefährlichsten Angriff der Aufstiegsrunde stellt. Bekommt man Nikolas Oppenberger, Lars Grötzinger, Anton Zimmer oder Brendon Harrogate und Co einigermaßen in den Griff – um nur einige der brandgefährlichen Kemptener Offensivakteure zu nennen – ist auch am Dienstag der erhoffte Erfolg aus Buchloer Sicht allemal möglich. Andernfalls wird es noch schwieriger, an Platz 4 noch einmal heranzurücken.

Die aktuellen Vorgaben für den Stadionbesuch in der Buchloer Sparkassenarena:

Für alle Besucher ab 12 Jahren und 3 Monaten gilt ab sofort für den Zutritt nur noch die 2G Regelung, d.h. vollständig geimpft oder genesen Personen haben Zutritt. Ein zusätzlicher negativer Test ist nicht mehr nötig!
ACHTUNG: entsprechende Dokumente bzw. Nachweise inklusive Ausweis sind vorzuzeigen!  
Kinder unter 6 Jahren haben immer Zutritt
Es gilt dauerhafte FFP2-Maskenpflicht im Stadion, Kinder zwischen 6 und 16 dürfen eine medizinische Maske tragen.
ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist möglichst einzuhalten
Minderjährige Schülerinnen und Schüler über 12 Jahre, die nicht geimpft sind aber an der Schule regelmäßigen Tests unterliegen, können bei sportlichen Eigenaktivitäten teilnehmen (also am Trainings- und Spielbetrieb, beim Publikumslauf, Eisdisco, Schlägerlauf).