Auswärts läuft es einfach nicht bei den Friedberger Handballern in der Rückrunde. Auch in Haunstetten gab es für die Handballer eine Niederlage. Das Derby endete mit 21:22 (13:10), Friedberg verpasste Sekunden vor dem Ende knapp den Ausgleich. Die Augsburger schöpfen durch den Erfolg Hoffnung auf den Klassenerhalt.

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Gute vier Minuten waren noch auf der Uhr, als Haunstetten bereits wie der sichere Sieger aussah. Die Gastgeber führten vor ihren euphorischen Fans mit 21:18, ihrem Einsatzwillen und dem starken Keeper schienen die Herzogstädter nichts entgegenzusetzen haben. Drei Minuten später war aber der Ausgleich gefallen, das Derby stand wieder auf des Messers Schneide. Haunstetten ging 80 Sekunden vor dem Ende erneut in Führung nach einer umstrittenen Szene, in welcher die Gäste ein klares Stürmerfoul gesehen hatten.

In Unterzahl verlor Friedberg den Ball und somit wohl auch das Spiel, aber nach einem Pfostentreffer gab es eine letzte Chance zum späten Ausgleich. Der Ball landete bei Stefan Tischinger, der vor der Saison von Haunstetten nach Friedberg gewechselt war. Nur noch Sekunden waren auf der Uhr, sein Wurf frei vom Kreis ging aber über das Tor.

Zuvor war Friedberg 40 Minuten lang die bessere Mannschaft gewesen. Defensiv hatten die Gäste überzeugt, sie lagen lange mit zwei bis vier Treffern vorne. Gegen die offensive 3 – 2 – 1 – Formation von Haunstetten tat sich aber die Offensive schwer. Besonders den Rückraumspielern gelang wenig, Fabian Abstreiter und Timo Riesenberger fehlte oft das Wurfglück. Zudem hatte der Haunstetter Keeper Alexander Rothfischer einen Glanztag erwischt. Darum konnte sich der TSV nie absetzen, stets kam Haunstetten zurück in die Begegnung. Nach dem 13:10 zur Pause sollte die Friedberger Offensivschwäche die Wende einleiten.CL0I5148-1 Hoffnung für Haunstettens Handballer - Knapper Sieg gegen Friedberg Augsburg Stadt Bildergalerien Handball News News Sport #gemeinsamstark Bayernliga Derby friedbergbrennt TSV Friedberg Handball TSV Haunstetten Handball | Presse Augsburg

Denn nach 56 Minuten hatten die Gäste im zweiten Durchgang ganze fünf Tore erzielt. Mitte der Hälfte hatte Haunstetten mit dem 16:16 ausgeglichen, danach spielten lange nur noch die Hausherren. Das 18:21 schien eine Vorentscheidung zu sein nach diesen 56 Minuten, ehe die dramatische Schlussphase des Derbys anbrach.

Mit dem 21:22 (13:10) mussten die Friedberger das sechste sieglose Auswärtsspiel in Folge hinnehmen. Dabei gab es nur in Rothenburg einen glücklichen Zähler. In der gesamten Rückrunde holte Friedberg nur drei Punkte in fremden Hallen.

Friedberg-Trainer Fadil Kqiku zog Bilanz: „Glückwunsch an Haunstetten, unfreiwillig haben wir jetzt unserem Nachbarn Schützenhilfe geleistet bei seinem Kampf um den Klassenerhalt. “ Und in der Tat. Haunstetten schöpft nach dem Derbysieg nochmals Hoffnung im Abstiegskampf. Vielleicht gelingt es den Rot-weißen doch noch in der Bayernliga zu bleiben.

gia /pa | Fotos: Oliver Riesenberger