Nach bisherigen Ermittlungen parkte ein 54jähriger ungarischer Lkw-Fahrer bereits am Samstag, 13.04.2019 gegen 10.00 Uhr, seinen mit hochwertigen Pkw  beladenen Autotransporter in Horgau in der Von-Holzapfel-Straße.

Offenbar sollten diese Pkw am Montag einem ortsansässigen Autohaus geliefert werden.

Aus bis dato unbekannten Gründen setzte der erheblich alkoholisierte Lkw-Fahrer seinen Transporter in der Nacht zum Sonntag um kurz vor 01.00 Uhr in Bewegung und befuhr mit diesem die Von-Holzapfel-Straße zunächst in östlicher Richtung bis zu einem dortigen Wendehammer, wendete dort offensichtlich und fuhr anschließend die gleiche Straße wieder zurück in westlicher Richtung.

Auf seiner, nach Spurenlage „Schlangenlinienfahrt“, beschädigte der Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug mehrere im Grünstreifen befindliche Bäume, einen ordnungsgemäß abgestellten Autotransportanhänger (unbeladen), eine große Werbetafel eines ortsansässigen Industrieunternehmens sowie seinen Lkw und die darauf befindlichen hochwertigen Sportwägen erheblich. Weiterhin riss bei der „Verwüstungsfahrt“ der Tank des Lkw auf, der Kraftstoff verbreitete sich über zig Meter auf der Straße.

Durch den Lärm aufgewacht, verständigte ein Anwohner/Zeuge über Notruf die Polizei. Den kurze Zeit später eingetroffenen Polizeistreifen zeigte sich ein Bild der Verwüstung auf der gesamten Straßenlänge. Der schadensverursachende Fahrer konnte erheblich angetrunken in seinem Führerhaus festgestellt und anschließend zur Blutentnahme zur Dienststelle verbracht werden. Ein freiwilliger Alkoholtest wurde verweigert.

Der zuständige Jour-Staatsanwalt ordnete u. a. die Vorführung des Fahrers bei einem Jour-Richter an. Der Führerschein wurde sichergestellt. Der stark beschädigte Kfz.-Transporter wurde samt Ladung abgeschleppt. Durch ein Großaufgebot der FFW Horgau mussten folgende Schäden sofort beseitigt bzw. gesichert werden: Zwei der insgesamt sechs beschädigten Bäume wurden entwurzelt und musste zur Seite gebracht werden.

Der Regen- bzw. Abwasserkanal wurde verschlossen, da sonst eine Umweltgefahr durch den ausgelaufenen Dieselkraftstoff gedroht hätte. Die Fahrbahn wurde gereinigt, der durch den Autotransporter beschädigte und quer zur Fahrbahn stehende Autoanhänger wurde wieder auf eine Parkfläche geschoben. Des Weiteren entstanden an drei Stellen Schäden am Fahrbahnbelag.

Der Autotransporter sowie die darauf befindlichen sieben hochpreisigen Sportwagen wurden ebenfalls nicht unerheblich beschädigt. Allein diese Schäden dürften mit mindestens 150.000 Euro beziffert werden. Dazu kommen natürlich noch die beschädigten Bäume und Sträucher, der Autoanhänger und die Fahrbahnschäden.

Somit dürfte, nach hiesigen Einschätzungen, der Gesamtschaden um die 200.000 Euro liegen. Personen kamen nicht zu Schaden. Eine Gefahr für die Umwelt besteht/bestand nicht.