Horrorunfall auf B2 bei Ellingen am Ostermontag: Bikerin (49) sofort tot!

Die Sonne lacht vom Himmel und lockt am Ostermontag (10.04.2023) die Motorradfahrer auf die Straße. So auch eine 49-jährige Bikerin, die mit ihrem Krad gegen 14:20 Uhr von Weißenburg kommend auf der B2 in Richtung Pleinfeld unterwegs ist. Doch in Höhe der Abfahrt Ellingen-Rosental passiert es: Das Motorrad und ein BMW kollidieren frontal.

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Bild: vifogra

Bedingt durch die Wucht des Aufpralls wird die 49-Jährige von ihrer Maschine geschleudert und kommt erst mehrere Dutzend Meter weiter zum Liegen. Ersthelfer sind sofort zur Stelle und versuchen die Frau wiederzubeleben. Die beiden Insassen des BMW, 52 und 26 Jahre alt, sind leicht verletzt und können sich selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien. Glücklicherweise, denn beide Fahrzeuge gehen in Flammen auf.

Kurze Zeit später ist der Rettungsdienst vor Ort und kann zusammen mit dem Notarzt nur noch den Tod der Bikerin feststellen. Die Verletzungen der 49-Jährigen waren zu schwer, um den Unfall zu überleben. Trotzdem ist das Einschreiten von Ersthelfern enorm wichtig, wie Polizeipressesprecher Sebastian Schmidt weiß: „Immer sehr, sehr wichtig. Deswegen ist ja auch die Erste-Hilfe-Ausbildung ein Teil im deutschen Führerscheinsystem und eine Pflichtvoraussetzung. Und Ersthelfer sind in der Regel, wie der Name sagt, natürlich häufig schneller an der Unfallstelle als die Einsatzkräfte selbst, die in der Regel natürlich einen Anfahrtsweg zu absolvieren haben. Und deswegen ist die Erstversorgung immer sehr, sehr wichtig und kann im Ernstfall auch Leben retten“.

Ein tragisches Ereignis für alle, auch für die Rettungskräfte, denn erst wenige Stunden zuvor waren sie bei einem tödlichen Wohnhausbrand. So einen Situation geht an keinem spurlos vorbei: „Ja, natürlich ist es belastend. Auch wir sind nur Menschen. Wenn man zwei schwere Einsätze gleich in direkter Abfolge hat und mehr oder minder von einem Einsatz direkt in den nächsten geht und sofort weiterfährt, ohne vielleicht zwischendurch mal durchschnaufen zu können“, erklärt Schmidt.

„Ja, es gibt zum Glück in der Feuerwehr die PSNV. Das ist quasi der psychosoziale Dienst für Feuerwehrangehörige bzw. für für Angehörige von Verunfallten. Und es ist immer ratsam mit diesen Personen ins Gespräch zu gehen, weil wir sind eine Freiwillige Feuerwehr und machen das nicht hauptberuflich. Und das ist doch beim einen oder anderen vielleicht größere oder kleinere seelische Last, was man dadurch beheben sollte. Ja, die Kameraden, was man halt kennt und vielleicht in anderer Stimmung sind wie sonst. Da merkt man eben an, dass die Belastung halt sehr groß ist. Und da versucht man natürlich, möglichst bald gezielt gegenzusteuern“, so der Feuerwehreinsatzleiter.

Da ist es wichtig schon am Einsatzort gegenzusteuern, sobald etwas Ruhe eingekehrt und die Akutsituation abgearbeitet ist. Diese Verschnaufspause gibt es für die Kräfte, sobald das Feuer gelöscht und die beiden Leichtverletzten in die Kliniken abtransportiert sind. Auf Anforderung der Staatsanwaltschaft kommt noch ein Sachverständiger an die Unglücksstelle, um die Beamten mit einem unfallanalytischen Gutachten bei der Klärung der Unfallursache zu unterstützen.