Horrorunfall auf Kreisstraße im Landkreis Pfaffenhofen

Verena Neumann fährt gegen 22 Uhr am Freitagabend (14.08.2021) aus einer Ausfahrt im oberbayerischen Prambach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Ihr entgegen kommt ein anderes Auto – nichts ungewöhnliches. Doch als die junge Frau ein paar Meter weiter ist, sieht sie das Horrorszenario im Rückspiegel. Der Wagen kommt von der Fahrbahn ab und prallt direkt neben einem Gebäude gegen eine Mauer.

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Foto: vifogra / Schmelzer

Zögern gibt es bei der jungen Frau nicht, sie dreht um und eilt zum Unglücksort. Als sie dort ankommt schlagen ihr schon die Flammen aus dem Auto entgegen und hinter der Windschutzscheibe ist dunkler Rauch zu erkennen. Der Fahrer, selbst schwer verletzt, kann ihr noch sagen, dass sich auf dem Rücksitz sein eineinhalbjähriges Kind befindet. Zusammen mit anderen Ersthelfern aus dem kleinen Ort, die ebenfalls schnell zur Stelle sind, zögern sie nicht. „Haben dann hinten die Scheibe eingeschlagen und das Kind von dem Auto raus“, erzählt die couragierte Ersthelferin. Danach befreien sie noch den Vater und betreuen und versorgen die beiden Schwerverletzten, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Kreisbrandmeister Maximilian Rossner und seine Kollegen von Feuerwehr und Rettungsdienst wissen das zu schätzen: „Ja, wir sind da glücklich darüber, über solche Menschen, die so viel Zivilcourage zeigen. Haben uns dann auch persönlich bedankt und es ist natürlich eine wichtige Stütze des Rettungswesens, wenn die Menschen sofort helfen und eingreifen und Menschen so vor dem sicheren Tod bewahren“. Er und auch jeder andere hofft, dass es immer wieder solche Menschen gibt, die nicht zuschauen, sondern anpacken und helfen. Deswegen hat der erfahrene Feuerwehrler auch noch einen Rat an alle, die mal in so eine Situation kommen könnten: „Man kann da nichts falsch machen, man muss einfach nur helfen und zugreifen und die Personen aus dem Gefahrenbereich bringen und dann ist das Wichtigste getan und mit Sprechen ist ganz viel erreicht“.

Die eingetroffene Feuerwehr sichert sofort die Unfallstelle ab und übernimmt die Brandbekämpfung. Zeitgleich müssen die Kameraden dann noch den Hubschrauberlandeplatz ausleuchten. Denn der Einsatzleiter Rettungsdienst, Thomas Schwarzmeier, hat für den schnellen Transport des schwerverletzten Vaters einen Rettungshubschrauber angefordert. Anschließend gilt es für die Floriansjünger noch die angrenzenden Gebäude mit der Wärmebildkamera zu kontrollieren, denn durch kleine Glutnester könnten diese auch noch in Flammen aufgehen.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte ist aktuell noch unklar. Die Polizei hat hierzu vor Ort noch die Ermittlungen aufgenommen. Auf Anforderung der Staatsanwaltschaft hat sich ein Gutachter noch ein Bild der Lage vor Ort verschafft