Der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber hat seine Partei aufgefordert, die Grünen nicht mehr als Gegner, sondern als nächsten Regierungspartner zu begreifen. „Zukunftsweisend für das nächste Jahrzehnt ist der Brückenschlag zwischen Union und Grünen“, sagte Huber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die Große Koalition sei ganz offenkundig nicht in der Lage, die großen gesellschaftlichen Strömungen zusammenzuführen.

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„Union und Grüne müssen diesen Brückenschlag hinbekommen, um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden.“ Die nächste Bundesregierung werde eine schwarz-grüne sein. In der Mehrheit der CSU gebe es dazu auch eine Bereitschaft.

Bedenken von CSU-Spitzenpolitikern wie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, der die Grünen als Hauptgegner seiner Partei sieht, bezeichnete Huber als seit Jahrzehnten eingeübten Reflex, der überwunden werden müsse. „Das ist wie bei den Pawlowschen Hunden: Wenn man 20, 30 Jahre am Zaun entlang läuft und sich ankläfft, läuft man noch genauso weiter, wenn der Zaun mal weg ist.“ Man müsse erkennen, dass es eine neue Lage gebe: „Die Grünen haben sich in den letzten zehn Jahren sehr verändert, von einer ideologischen Verbotspartei hin zu einer mehr pragmatischen Partei. Grüne Edelkommunisten wie Jürgen Trittin haben nichts mehr zu sagen. Annalena Baerbock und Robert Habeck sind ganz andere Typen. Sie sind nicht so ideologisch fixiert. Mit denen kann man wirklich reden“, sagte Huber.