Das Humboldt Forum im neuen Berliner Schloss wird deutlich teurer als bisher geplant. Die Baukosten steigen um knapp 50 Millionen Euro auf nunmehr 644,2 Millionen Euro. Das geht aus einer Vorlage des Bundesfinanzministeriums für die abschließenden Beratungen über den Etat 2020 im Bundestags-Haushaltsausschuss hervor, über welche die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben) berichten.

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Grund für die Mehrkosten, die der Bund allein tragen muss, seien zahlreiche technische Mängel und Sicherheitsprobleme am Bau, zum Beispiel an Heizung und Kühlanlagen. Sie hätten dazu geführt, dass die für diesen November geplante Eröffnung der Ausstellungsräume auf den kommenden Herbst verschoben werden musste. „Die Mehrkosten sind unabwendbar“, heißt es in der Vorlage. Die Risikovorsorge sowie weitere Rücklagen der federführenden Stiftung „Humboldt Forum im Berliner Schloss“ seien vollständig aufgebraucht, weitere Einsparmöglichkeiten gebe es nicht. Die zusätzlichen Kosten ergäben sich unter anderem „aus der Verlängerung der Ausführungsdauer in Folge der seit 2015 anhaltend gestörten Bauabläufe aufgrund von Mängeln der Ausführungsplanung und Bauausführung“, heißt es in der Vorlage weiter. Nach einer Vereinbarung zwischen Bund und Land Berlin aus dem Jahre 2011 müssen die Mehrkosten allein vom Bund übernommen werden. Möglicherweise muss der Bund aber noch mehr Geld zuschießen. Denn ein Teil der Baukosten in Höhe von 80 Millionen Euro sollen über Spenden eingeworben werden: „Weiterhin bleibt das Risiko bestehen, dass das Spendenziel für die historischen Fassaden in Höhe von 80 Millionen Euro nicht vollständig erreicht werden kann“, heißt es dazu jedoch in der Vorlage, über welche die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten. Demnach fehlten noch sieben Millionen Euro an Spendengeldern.