Die Universität Augsburg verwendet öffentliche Mittel sehr effizient. In einem entsprechenden Ranking des ifo Instituts platzierte sie sich unter den Top Ten der deutschen Universitäten. Das Institut verglich in einer aktuell veröffentlichten Studie den institutionellen Aufwand und den Ertrag an deutschen Universitäten, um deren Effizienz in der Mittelverwendung beurteilen zu können. Augsburg liegt hier auf Platz neun, 70 Universitäten wurden untersucht und verglichen.

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Dekanin Prof. Doering-Manteuffel kann sich freuen | Foto: Wolfgang Czech

Universitätsrankings gibt es etliche und immer stärker werden sie von der Öffentlichkeit auch als Indikatoren für die Qualität von Forschung und Lehre gesehen. Fast immer beruhen die Bewertungen jedoch auf Output-Indikatoren, beispielsweise der Anzahl wissenschaftlicher Publikationen oder dem Erfolg bei renommierten Wissenschaftspreisen. Das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V., hat nun eine Studie zur Effizienz deutscher Universitäten vorgelegt, die neben Output- auch Input-Daten berücksichtigt. Der Universität Augsburg bescheidet die Studie sehr hohe Effizienz bei der Verwendung öffentlicher Gelder. Augsburg steht im vorgelegten Ranking auf Platz 9 von 70 untersuchten Universitäten. „Das ist ein exzellentes Ergebnis, auf das wir stolz sind“, erklärte die Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel: „unsere gemeinsamen Anstrengungen der vergangenen Jahre, die Universität auf einen weithin sichtbaren Erfolgskurs zu bringen, haben sich auch hier wieder gelohnt“.

Vorhandene Ressourcen beeinflussen Erfolg

Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie wirksam Universitäten vorhandene Ressourcen (Input) in Erfolge oder Erträge (Output) umwandeln. Auf Ressourcenseite floss die Ausstattung mit Personal und Budget in die Untersuchung ein, auf Output-Seite wurden die jeweilige Anzahl der Absolventen und die Anzahl hochzitierter Publikationen betrachtet. „Die ifo-Effizienzanalyse berücksichtigt beide Kernaufgaben Forschung und Lehre. Wir verfügen über hochqualifiziertes Personal und sehr gute Absolventinnen und Absolventen. Die Studie bezieht die dafür vorhandenen Ressourcen mit ein, weshalb sie sehr aussagekräftig ist. Die Platzierung unter den Top Ten sehen wir sowohl als Lob als auch als Ansporn, unseren eingeschlagenen Weg weiter zu gehen“, so die Präsidentin weiter.

Effizienzanalyse mittels mathematischer Optimierung

Errechnet wurde das Effizienzmaß, nach dem die 70 untersuchten Universitäten vom ifo Institut auch gerankt werden, mit der Data-Envelopment-Analysis-Methode, DEA. Die Effizienzanalyse wird dabei mit einem Produktionsprozess verglichen, bei dem Inputs und erzeugte Outputs miteinander in ein Verhältnis gesetzt werden. „Das Besondere an dieser Methode ist, dass In- und Output-Daten zu einem einzigen Score aggregiert werden, der sehr aussagekräftig ist“, sagt Susanne Warning. Die Professorin an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg hat 2007 eine der ersten Untersuchungen überhaupt zur Effizienz deutscher Hochschulen publiziert. „Die Studienautoren verwenden hier ein mehrdimensionales Effizienzmaß, was viele andere Universitätsrankings vernachlässigen. Die Methode ist gut geeignet und die Ergebnisse sind sehr einleuchtend.“

Effizient und auf Wachstumskurs

Die Universität Augsburg, die 2020 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, ist in den vergangenen Jahren stets gewachsen. Seit dem Ende des vom ifo Institut untersuchten Zeitraumes, 2004 bis 2015, sind die Studierendenzahlen in Augsburg weiter gestiegen, mit der Medizin ist sogar eine neue Fakultät dazu gekommen. Durchschnittlich 1869 Absolventinnen und Absolventen haben seit 2015 in jedem Semester einen akademischen Abschluss erworben.