IHK Schwaben gestaltet Ausbildungsberuf des Leichtflugzeugbauers

Die IHK Schwaben trägt fortan deutschlandweit die Verantwortung für die IHK-Prüfung des Ausbildungsberufs des Leichtflugzeugbauers. Das hat die Vollversammlung der IHK Schwaben beschlossen, das höchste Entscheidungsgremium mit 102 ehrenamtlichen Unternehmern. Das Ziel: Der Ausbildungsberuf soll nach und nach revitalisiert und erneuert werden, um die Bedürfnisse in der Luftfahrtindustrie und in spezialisierten Hightech-Unternehmen zu erfüllen.

Foto: IHK Schwaben

Mit namhaften Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie, Forschungseinrichtungen sowie der Berufsschule in Donauwörth, benannt nach dem Flugpionier Ludwig Bölkow, sind in der Region bereits viele Kompetenzen vorhanden – insbesondere in den Bereichen Fluggerätemechanik und Faserverbundtechnologie. Als Leit-IHK für die Prüfungen des Leichtflugzeugbauers ergeben sich für die IHK Schwaben nun viele Möglichkeiten. „Wir werden mit vielen Partnern gemeinsam den vorhandenen Beruf weiterentwickeln. Damit machen wir ihn attraktiver und bilden junge Leute aus, die den Bau von Fluggeräten wie Drohnen und Lufttaxis vorantreiben. Wenn die Serienfertigung dieser neuen emissionsfreien und vernetzten Vehikel anläuft, brauchen wir viele hochqualifizierte Fachkräfte“, erklärt IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton.

Langfristig könnten neben dem Leichtflugzeugbauer weitere Bedienerberufe für Lufttaxis und ähnliche Fluggeräte entwickelt werden. Daher ist es Dr. Kopton ein Anliegen, dass die IHK Schwaben auf die Gestaltung der Berufe Einfluss nimmt. „In Süddeutschland gibt es mehrere starke Entwicklungsstandorte: Donauwörth mit dem City-Airbus, München für den Lilium-Jet sowie Bruchsal bei Karlsruhe für das Flug-Taxi von Volocopter. Mit der Berufsschule Donauwörth haben wir den zentralen Beschulungsort für die gefragten Fachkräfte von morgen direkt vor der Haustür“, sagt Dr. Kopton.

Gleichzeitig braucht es geeignete Weiterbildungsformate der höheren Berufsbildung für Ausbilder und Facharbeiter. Diese wird die IHK Schwaben mit den regionalen Bildungsträgern erarbeiten.